Am Dortmunder Bahnhof entsorgtErmittler finden Kennzeichen der Sparkassen-Knacker

Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen machen sich die Täter mit zwei Autos aus dem Staub. Diese sind mit gefälschten Kennzeichen versehen. Zwei dieser Nummernschilder tauchen nun in einem Mülleimer in Dortmund wieder auf.
Nach dem Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen verfolgen die Ermittler eine erste vielversprechende Spur. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sind zwei der teils gefälschten Nummernschilder gefunden worden, die auf den Fluchtwagen der Täter geschraubt waren. Wie das Blatt berichtet, habe sich am Sonntagnachmittag ein Zeuge gemeldet, der die Kennzeichen in einem Mülleimer an einem Taxistand vor dem Hauptbahnhof Dortmund entdeckt haben will.
Ermittler aus Gelsenkirchen sicherten laut "Bild"-Zeitung die Kennzeichen und behandelten den Zeugen erkennungsdienstlich, um später seine Spuren an den Fundstücken von möglichen Spuren der Täter unterscheiden zu können. Zudem prüfen die Ermittler, ob in dem Bereich, in dem der öffentliche Mülleimer steht, eine Überwachungskamera die Entsorgung des Beweisstückes gefilmt haben könnte.
Kurz nach Weihnachten war nach einem Alarm der Brandmeldeanlage der Filiale der Einbruch entdeckt worden. Die Täter waren in einen Archivraum eingedrungen, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum gebohrt hatten. Die Beutetour zog sich vermutlich über die Feiertage hin. Die Täter brachen fast alle 3250 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf.
Sicherheitskreisen zufolge könnte die Beute des Einbruchs den Wert von 100 Millionen Euro übersteigen. Demnach hätten einzelne Kunden angegeben, jeweils mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gelagert zu haben. Die "Bild"-Zeitung berichtete, die Ermittler hätten den Verdacht, dass es sich bei den eingelagerten Geldsummen um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans gehandelt haben könnte. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von "Hochzeitsgeldern" die Rede, hieß es aus Sicherheitskreisen.
Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Polizei mehrere Fotos, die die Täter sowie die Fahrzeuge zeigen, mit denen die Beute abtransportiert worden ist. Darauf sind auch die Nummernschilder zu sehen - eines aus Hannover, ein anderes aus Beckum, einer kleinen Stadt im Landkreis Warendorf.