Panorama

Täter holte Maschinenpistole Ermittler in Konstanz untersuchen Tatwaffe

30.07.2017, 15:37 Uhr

Der genaue Hergang der Schießerei in einer Konstanzer Disko beschäftigt die Ermittler. Hat der Schütze die Mordwaffe - eine Maschinenpistole - geholt, weil er zuvor rausgeflogen war? Am Spätnachmittag will die Polizei weitere Details bekanntgeben.

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Die Schüsse fielen im Eingangsbereich der Disko "Grey". (Foto: REUTERS)

Nach den tödlichen Schüssen in einer Diskothek in Konstanz untersuchen Experten des Landeskriminalamts die sichergestellte Tatwaffe. Durch Schüsse eines Angreifers in der Diskothek war in der Nacht zum Sonntag ein Mensch ums Leben gekommen, mehrere Personen wurden schwer verletzt. "Ich sah, wie ein Mann das Magazin in eine Maschinenpistole steckte und plötzlich wahllos auf die Menschen schoss", beschrieb ein Zeuge später die Szene.

Der mutmaßliche Täter starb wenig später nach einem Schusswechsel mit der Polizei. Trotz Notoperation sei der Mann im Krankenhaus verstorben, teilte die Polizei mit. Danach hätten die Beamten die Waffe sichergestellt, sagte ein Sprecher der Polizei. Bei der Waffe soll es sich um eine Maschinenpistole handeln. Ein Polizeibeamter überlebte laut "Bild"-Zeitung einen Kopfschuss nur, weil er für den Einsatz eine "Amok-Schutzausrüstung" angelegt hatte.

Die Ermittler in Baden-Württemberg haben bisher keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Die "Bild"-Zeitung berichtet, der Täter hätte möglicherweise in der Disko "Krawall gemacht" und sei rausgeflogen. Er hätte dann erst die spätere Mordwaffe geholt.

Bei dem mutmaßlichen Täter handelte es sich um einen 34 Jahre alten Iraker, der schon seit 15 Jahren in Konstanz lebte. Er sei aufgrund verschiedener Delikte bei der Polizei bekannt gewesen. Die Polizei geht davon aus, dass er allein handelte.

Die Motive für die Tat sind noch unklar. Möglich sei eine Beziehungstat oder ein "Streit im persönlichen Umfeld des Täters", hieß es bei der Polizei. Am Spätnachmittag wollen Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz weitere Details bekanntgeben.

Quelle: nsc/dpa

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