Panorama

Festnahme nach 29 Jahren Ermittler vor Lösung von Duisburger Mordfall

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Die Kripo-Beamten vermuteten, dass das Opfer den Mörder kannte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor 29 Jahren wird ein 32-jähriger Franzose mit massiven Kopfverletzungen tot in seiner Duisburger Wohnung aufgefunden. Vom Konto des Mannes verschwinden zur selben Zeit 8000 Mark. Jetzt kann die Polizei einen Tatverdächtigen ausfindig machen.

Der gewaltsame Tod eines Mannes in Duisburg vor 29 Jahren steht möglicherweise vor der Aufklärung. Am Wochenende hat die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen den mutmaßlichen Täter festgenommen. Es handele sich um einen 59-Jährigen aus Montenegro. Er stehe unter Mordverdacht, teilte die Bundespolizei mit. Der Mann war aus der albanischen Hauptstadt Tirana gekommen. Laut Bundespolizei soll er 1991 den Mann in Duisburg erschlagen haben, um mit dessen Bankkarte 8000 Deutsche Mark abzuheben. Er sei einem Haftrichter vorgeführt worden. Wie die Polizei den Mann am Flughafen identifizierte, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg will nach Angaben der Duisburger Polizei jetzt prüfen, ob es sich bei dem Festgenommenen tatsächlich um den damals gesuchten Tatverdächtigen handelt. Nähere Angaben machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Bei dem damals Erschlagenen handelte es sich um einen 32 Jahre alten Franzosen, dessen Leiche erst rund zwei Wochen nach der Tat Anfang Juni 1991 in seiner Wohnung gefunden worden war. Die Leiche habe massive Kopfverletzungen aufgewiesen, hatte der Leiter der damaligen Mordkommission gesagt. Beim Abheben des Geldes wurde der mutmaßliche Täter von einer automatischen Kamera aufgenommen. Mit dem Foto wurde anschließend nach ihm gefahndet.

In der Einzimmerwohnung des Franzosen hatten zwei Kaffeetassen auf dem Tisch gestanden, als die Polizei die Leiche entdeckte. Die Kripo-Beamten vermuteten daher seinerzeit, dass das Opfer den Mörder kannte. Bewohner des Hauses waren durch den Leichengeruch aufmerksam geworden und hatten die Polizei informiert.

Quelle: ntv.de, can/dpa