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Anklage bleibt bei Mordvorwurf Erneut Lebenslang für Raser gefordert

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Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für die Ku'damm-Raser.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor drei Jahren töten zwei junge Männer einen Autofahrer, als sie sich auf dem Berliner Kurfürstendamm ein illegales Autorennen liefern. Nun fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für die beiden Angeklagten. Es ist bereits der zweite Prozess gegen sie.

In der Neuauflage des Prozesses um ein tödliches Autorennen in der Berliner Innenstadt hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten lebenslange Haft wegen gemeinschaftlichen Mordes gefordert. Diese seien "irrsinnig schnell" unterwegs gewesen und hätten tödliche Folgen billigend in Kauf genommen, "um zu siegen und sich dadurch Selbstbestätigung zu sichern", hieß es in ihrem Plädoyer. Die Raser hätten mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt. Das Landgericht wird voraussichtlich am 26. März das Urteil verkünden.

Die inzwischen 27 und 30 Jahre alten Angeklagten hatten sich in der Nacht zum 1. Februar 2016 ein illegales Rennen auf dem Kurfürstendamm geliefert und laut Gutachten Geschwindigkeiten bis zu 170 Kilometern in der Stunde erreicht. An einer Kreuzung stieß einer von ihnen mit einem Jeep zusammen. Der 69-jährige Fahrer starb in seinem Auto.

"Tödliche Folgen einer derart halsbrecherischen Fahrt stehen jedem Verkehrsteilnehmer vor Augen", führte der Staatsanwalt weiter aus. Das Opfer sei ohne einen Hauch einer Chance zum Ausweichen gewesen. Aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln hätten die beiden Männer den Tod des 69-Jährigen verursacht.

Der Ankläger beantragte zudem lebenslange Führerschein-Sperren. Eine andere Strafkammer des Landgerichts hatte im Februar 2017 gegen die Angeklagten deutschlandweit zum ersten Mal in einem Raser-Fall lebenslange Haftstrafen wegen Mordes verhängt. Der Bundesgerichtshof (BGH) sah allerdings einen bedingten Tötungsvorsatz nicht ausreichend begründet und hob das Urteil auf. Der Prozess wird am 19. März mit weiteren Plädoyers fortgesetzt.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

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