Panorama

Verdacht des Kinderhandels Europol verhaftet 70 mutmaßliche Täter

123049117.jpg

53 minderjährige Opfer wurden bei der Polizeiaktion identifiziert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Über mehrere Tage laufen die Einsätze gegen sexuellen Missbrauch und Menschenhandel in Europa. Beteiligt sind neben Deutschland und Österreich noch 16 weitere europäische Staaten. Dabei können mehrere Dutzend Opfer und Täter identifiziert werden.

Bei Polizeiaktionen gegen Kinderhandel in Europa sind 53 minderjährige Opfer identifiziert und 70 Tatverdächtige festgenommen worden. Die Einsätze in 18 Ländern unter Federführung Großbritanniens seien gegen sexuellen Missbrauch, erzwungene Bettelei und die Ausbeutung von Minderjährigen als Arbeitskräfte gerichtet gewesen, teilte die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag mit.

Neben 16 EU-Staaten - darunter Deutschland und Österreich - waren an den Einsätzen zwischen dem 17. und 23. Juni auch die Schweiz und Island beteiligt. Laut Europol wurden 36 mutmaßliche Täter unter anderem im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern sowie 34 wegen Menschenhandels inhaftiert.

Insgesamt hätten in den beteiligten Ländern 31 neue Strafverfahren wegen Menschenhandels eröffnet werden können. An den Polizeieinsätzen seien auch Sozialarbeiter und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen beteiligt gewesen.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

Mehr zum Thema