Panorama

Weltkriegsbombe entschärftEvakuierung betrifft rund 15.000 Dresdner

15.04.2023, 13:27 Uhr
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Die Einsatzkräfte waren seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa)

Am Freitag wird bei Bauarbeiten in Dresden ein 250 Kilogramm schwerer Blindgänger entdeckt. Die Weltkriegsbombe wird daraufhin entschärft: Die Feuerwehr muss zuvor Tausende Menschen in Sicherheit bringen.

Im sächsischen Dresden ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Das teilte die Feuerwehr am frühen Nachmittag auf Twitter mit. Bei der Weltkriegsbombe hatte es sich um einen 250 Kilogramm schweren Blindgänger gehandelt, der am Freitag bei Bauarbeiten gefunden worden war.

Der Entschärfung durch Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes waren umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen vorangegangen: Rund 15.000 Anwohner waren nach Angaben der Feuerwehr betroffen. Die Maßnahmen sollten demnach ursprünglich bis 9 Uhr abgeschlossen sein. Auf Twitter teilte die Feuerwehr jedoch mit, dass es dabei zu Verzögerungen gekommen sei.

Wie die Dresdner Feuerwehr zuvor am Morgen bekannt gab, waren Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, Stadtverwaltung und der Verkehrsbetriebe seit den frühen Morgenstunden unterwegs und organisieren die Maßnahmen. Im betroffenen Stadtteil Dresden-Plauen liegen auch zwei Pflegeheime; die Bewohner mussten die Einrichtungen laut Behörden jedoch nicht verlassen, sondern wurden "zu luftschutzmäßigem Verhalten angeleitet".

Wie die Behörden weiter mitteilten, stand für alle Menschen ohne Unterkunft in der Messe Dresden eine Notunterkunft bereit. Zudem stellten die Dresdner Verkehrsbetriebe seit 7 Uhr einen Bus-Shuttle zur Verfügung. Der MDR berichtete, dass die Evakuierungen auch Auswirkungen auf das Dampflocktreffen habe, das auf dem nahegelegenen Eisenbahngelände stattfindet. Demnach verzögerte sich der Beginn der Feierlichkeiten. Die Feuerwehr twitterte am frühen Nachmittag, dass alle Einsatzmaßnahmen und Absperrbereiche nun Stück für Stück aufgehoben würden.

Quelle: ntv.de, ses/AFP

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