Panorama

Tests für gesamte Bevölkerung Ex-Epizentrum Wuhan schlägt Corona-Alarm

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In Wuhan sollen alle Menschen getestet und die Impfkampagne vorangetrieben werden.

(Foto: imago images/Xinhua)

China verfolgt eine "Null-Covid-Strategie" - selbst bei einer geringen Zahl Neuinfektionen wird getestet und notfalls abgeriegelt. Fast ein Jahr kommt Wuhan, das ehemalige Epizentrum der Pandemie, ohne Corona-Fälle aus. Nun ist das Virus zurück und elf Millionen Einwohner müssen zum Test.

Als Reaktion auf die sich auch in China verbreitende Delta-Variante des Coronavirus lässt das einstige Pandemie-Epizentrum Wuhan seine gesamte Bevölkerung testen. Wie die staatliche Volkszeitung berichtete, trafen die Behörden der Elf-Millionen-Metropole die Entscheidung, nachdem die ersten drei Infektionen in der Stadt seit gut einem Jahr verzeichnet wurden.

Das Coronavirus war im Dezember 2019 weltweit erstmals im zentralchinesischen Wuhan aufgetreten. Als Reaktion hatte die Regierung die Menschen in der Stadt für 76 Tage in einen Lockdown geschickt. Mit strikten Maßnahmen ging das bevölkerungsreichste Land seitdem gegen das Coronavirus vor, weshalb es -von einigen lokalen Ausbrüchen abgesehen - schon seit dem vergangenen Sommer so gut wie keine Infektionen mehr gibt.

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Nach einem Ausbruch am Flughafen der ostchinesischen Stadt Nanjing vor zwei Wochen breitet sich nun jedoch die Delta-Variante auf immer mehr Städte in China aus. Bislang wurden landesweit mehr als 400 Infektionen mit der Variante gemeldet. Vielerorts werden Massentests durchgeführt. Auch wurden Reisen in Teilen des Landes eingeschränkt.

Die chinesische Regierung verfolgt eine sogenannte Null-Covid-Strategie: Treten in einer Stadt oder Provinz kleine Cluster auf, werden die betroffenen Gebiete abgeriegelt und alle Einwohner auf das Virus getestet. In der Stadt Zhuzhou in der Provinz Hunan ordneten die Behörden am Montag an, dass mehr als 1,2 Millionen Einwohner für drei Tage zu Hause bleiben müssen. In der Zeit sollen alle Menschen getestet und die Impfkampagne vorangetrieben werden. Neue Fälle wurden am Montag auch in der beliebten Urlaubsregion Hainan sowie in der von Überschwemmungen verwüsteten Provinz Henan gemeldet.

Quelle: ntv.de, mba/dpa/AFP

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