Panorama

Tod im Schatten der ForschungFBI-Experte vermutet Hightech-Waffe als Todesursache von Atommitarbeiterin

17.06.2026, 13:31 Uhr
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Melissa Casias arbeitete im Los Alamos National Laboratory. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Der rätselhafte Tod einer Los-Alamos-Mitarbeiterin wirft neue Fragen auf: Es wird trotz einer Schussverletzung keine Kugel gefunden, am Fundort liegt eine fremde Waffe. Ein Ex-FBI-Agent spricht von Hightech-Waffen - und möglicher Manipulation.

Der Fall einer tot aufgefundenen Mitarbeiterin des US-Atomforschungszentrums Los Alamos wird immer rätselhafter. Einem Bericht der britischen "Daily Mail" zufolge gibt es neue Erkenntnisse der Polizei. Forensische Ermittler haben demnach den Schädel von Melissa Casias untersucht. Die Verwaltungsangestellte des Los Alamos National Laboratory war am 26. Juni 2025 verschwunden und am 28. Mai 2026 in einem Waldgebiet tot aufgefunden worden. Neben ihr lag eine Handfeuerwaffe. Die bereits skelettierte Leiche habe eine Schussverletzung, hieß es zu diesem Zeitpunkt von der Polizei.  

In einer Stellungnahme bestätigten die Behörden nun jedoch, dass "die erste Computertomografie keine Projektile im Schädel ergab". Das heißt, zusammen mit den Schädelfragmenten wurde bisher keine Kugel gefunden. Casias' Familie betont zudem, dass die gefundene Waffe nicht ihr gehört habe. Bisher hat das Gerichtsmedizinische Institut von New Mexico auch noch keine offizielle Aussage zur Todesursache der Laborangestellten getroffen.

Der ehemalige FBI-Agent Ben Hansen sagte in einem Podcast, für ihn deute das alles auf ein Verbrechen hin. Er habe die Theorie, dass Casias von jemandem getötet wurde, der Zugang zu hoch entwickelter Technologie hatte. Hansen nannte als Beispiel eine gerichtete Energiewaffe, die Mikrowellenstrahlung und geladene Teilchen auf ihr Ziel abfeuert.

"Form der Gehirnwäsche"

Die Existenz dieser Waffen hatte die US-Regierung erst kürzlich eingeräumt. Dem FBI-Experten zufolge könnten sie nicht nur bei Casias' Tod, sondern auch bei ihrer Entscheidung, vor elf Monaten ihre Familie zu verlassen, eine Rolle gespielt haben. Der Agent erwähnte Geräte wie die "Voice-to-Skull"-Technologie, mit der der Benutzer Stimmen direkt in den Kopf eines Opfers übertragen kann, sodass dieses glaubt, gottgleiche Befehle zu hören. Hansen bezeichnete das als eine "Form der Gehirnwäsche". Waffen wie diese, die niederfrequente Schallwellen unterhalb dessen verwenden, was Menschen normalerweise hören können, können Angst, Paranoia oder die Überzeugung beim Opfer hervorrufen, beobachtet zu werden.

Der ehemalige FBI-Agent bezeichnete Casias' Verhalten am Morgen ihres Verschwindens als "untypisch". Das lasse ihn annehmen, dass die 53-Jährige beeinflusst wurde, ihr Haus ohne Vorwarnung zu verlassen. Casias verschwand, nachdem sie an diesem Morgen ihren Ehemann am Atomlabor abgesetzt hatte. Sie selbst kehrte nach Hause zurück, angeblich, weil sie ihre Zugangskarte vergessen hatte. Später brachte sie ihrer Tochter noch ein Sandwich. Überwachungskameras zeigten Casias zuletzt gegen 14.20 Uhr Ortszeit dabei, wie sie allein in östlicher Richtung auf der State Road 518 entlangging. Sie hatte weder Schlüssel, Ausweis noch Handtasche bei sich.

Casias wird als Teil einer Reihe mysteriöser Todes- und Vermisstenfälle unter Wissenschaftlern, Mitarbeitern von Atomlaboren und Militärangehörigen in den USA gesehen, die alle in irgendeiner Weise mit geheimer Forschung oder sensiblen Daten in Verbindung standen.

Quelle: ntv.de, sba

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