Panorama

Vor vier Wochen verschwunden Fall Rebecca bleibt mysteriös

118419938.jpg

Auch die Polizei NRW unterstützt den Einsatz mit einem Boot. Ein Mantrailer-Hund soll die Fährte aufnehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vier Wochen ist die 15-jährige Rebecca aus Berlin-Britz bereits vermisst. Was mit ihr passierte, ist immer noch unklar. Die Polizei geht allerdings davon aus, dass sie tot ist. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Fall.

Wird immer noch nach Rebecca gesucht?

Am Montag sucht die Polizei mit Personenspürhunden auf dem Wolziger See und dem Storkower Kanal nach der vermissten Rebecca. Das bestätigt ein Polizeisprecher auf Nachfrage von n-tv.de. Doch die Aktion sei ergebnislos beendet worden, heißt es am Nachmittag. Wie es nun weitergeht, stehe noch nicht fest. Aufgrund von aufgezeichneten Autofahrten konzentrieren sich die Ermittler bereits seit Tagen auf ein Waldstück bei Storkow, in dem auch der See liegt. An dem Gewässer war auch schon vorher das Technische Hilfswerk im Einsatz. Doch bisher wurde dort nichts gefunden. Auch an den Anschlussstellen der Autobahn A12 wurden sogenannte Mantrailer-Hunde eingesetzt, die die Fährte des Mädchens aufnehmen sollen. Insgesamt sind bei der öffentlichen Fahndung nach der Vermissten bisher rund 1500 Hinweise bei der Kriminalpolizei Berlin eingegangen. Zwischenzeitlich stellten die Ermittler den Fall auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" vor.

Was passiert mit dem Tatverdächtigen?

Der Tatverdächtige Florian R. ist seit dem 4. März zum zweiten Mal in Untersuchungshaft. Zum laufenden Verfahren der Haftprüfung von R. will sich die Staatsanwaltschaft Berlin auf Anfrage von n-tv.de nicht äußern. Man könne derzeit nichts sagen, erklärt Pressesprecher Martin Steltner. Auch die Anwältin des Tatverdächtigen hält sich bedeckt: "Ich habe eine Verschwiegenheitsverpflichtung gegenüber meinem Mandanten und die nehme ich ernst", sagte sie der Deutschen-Presse-Agentur. Die Anwältin des Schwagers hat Haftbeschwerde eingelegt.

Warum ist der Mann tatverdächtig?

Die Polizei nimmt Rebeccas Schwager, Florian R., am 28. Februar das erste Mal fest. Grund für die Festnahme soll seine widersprüchliche Aussage zu den Geschehnissen am Morgen des Verschwindens sein. R. sagt, dass er am besagten Morgen geschlafen habe. Die Datenauswertung zeigt, dass Rebeccas Handy an jenem Morgen mit dem WLAN im Haus ihrer Schwester und deren Mann verbunden war. R. war demnach wohl alleine mit dem Mädchen. Nur einen Tag später wird der 27-jährige Mann wieder freigelassen, weil der Haftrichter zunächst keinen dringenden Tatverdacht sieht.

Der Verdacht gegen den Mann stützt sich auf weitere Indizien. Im Auto des Schwagers werden Fasern einer Decke sichergestellt, die mit Rebecca verschwand, und Haare des Mädchens. Auch mehrere aufgezeichnete Autofahrten nach Brandenburg sind für die Ermittler ein Hinweis darauf, dass er Rebecca dorthin gefahren haben könnte. Eine automatische Verkehrsüberwachungsanlage (KESY-System) beweist, dass der rote Twingo am Tag von Rebeccas Verschwinden in den Landkreis Oder-Spree gefahren ist. Noch ein zweites Mal erfasst das System den Twingo, als er die Strecke in Richtung Frankfurt/Oder fährt. Nur der Tatverdächtige soll zu diesem Zeitpunkt Zugriff auf den Wagen gehabt haben. Zu diesen Fahrten will der gelernte Koch den Ermittlern allerdings keine Angaben machen.

Was geschah am Tag des Verschwindens?

Die 15-jährige Schülerin Rebecca schläft in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar im Haus der Familie ihrer älteren Schwester im Berliner Stadtteil Britz. Am Maurerweg lebt auch Rebeccas Schwager Florian R., der nach eigenen Aussagen in den frühen Morgenstunden von einer Party zurückkehrt. Am Montagmorgen erscheint die Schülerin nicht wie geplant um 9.50 Uhr in der Walter-Gropius-Schule, sodass die Eltern sie am Nachmittag vermisst melden. Die Schülerin ist seitdem verschwunden. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Seit vier Wochen läuft die Suche nun schon, bisher allerdings noch immer ohne Erfolg.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema