Festnahmen in MittelfrankenFlüchtige schießen bei Verfolgungsjagd auf SEK

Zwei junge Männer liefern sich in Mittelfranken eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Während ihrer Flucht eröffnen sie das Feuer. Erst nach einem Unfall mit einem weiteren Fahrzeug endet die Fahrt.
Eine versuchte Festnahme ist in Mittelfranken aus dem Ruder gelaufen: Zwei Männer lieferten sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Nachdem die Flüchtigen mehrfach aus ihrem Auto geschossen hatten, endete die wilde Fahrt mit einem Unfall. Insgesamt gab es drei Festnahmen, fünf Menschen wurden leicht verletzt.
Am Abend hatte sich ein Spezialeinsatzkommando (SEK) vor einem Haus in Absberg im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen postiert. Ihr Ziel: Die Festnahme von drei Männern im Alter von 23, 24 und 30 Jahren. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass sie illegal Waffen besitzen, teilte die Polizei mit. Recherchen des SEK hätten dies bestätigt. Die "Bild"-Zeitung berichtet, die Ermittler hätten die Männer der türkischen organisierten Kriminalität zugeordnet.
Als das SEK zugreifen wollte, konnten die Beamten jedoch nur einen der Verdächtigen festnehmen. Den anderen beiden gelang es, in einem Mercedes zu flüchten. Das SEK nahm in Zivilfahrzeugen die Verfolgung auf. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Teilweise seien die Flüchtigen mit weit über 100 Kilometern pro Stunde durch Ortschaften gerast, so die Polizei. Zudem hätten sie aus dem Fahrzeug auf die Verfolger geschossen, so die Polizei. Getroffen oder verletzt worden sei dabei niemand. Laut "Bild"-Zeitung soll aber mindestens eine Kugel in einen VW-Transporter des SEK eingeschlagen sein.
Nach mehr als 20 Kilometern prallte der Fluchtwagen schließlich mit einem unbeteiligten Fahrzeug zusammen und kam in einem Kreisverkehr zum Stehen. Dort schossen die SEK-Beamten auf die Reifen des Fluchtfahrzeugs, um die Weiterfahrt zu verhindern. Die beiden Männer wurden in ihrem verunfallten Fahrzeug eingeklemmt und nach ihrer Befreiung festgenommen. Drei Beamte und die geflohenen Verdächtigen wurden im Zuge des Geschehens leicht verletzt. Gegen den 23-jährigen Fahrer wird nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt, gegen den 24-jährigen Beifahrer wegen versuchten Mordes.