Panorama

Hinweise auf sechs Tatverdächtige Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf brennt

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(Foto: dpa)

In einer Messehalle hat die Stadt Düsseldorf Hunderte Flüchtlinge untergebracht. Am Mittag steht die Einrichtung in Flammen. Die Brandursache ist unklar. Gegen sechs Bewohner der Unterkunft ermittelt die Polizei wegen Verdachts auf Brandstiftung.

In einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten Messehalle in Düsseldorf ist ein Großbrand ausgebrochen. Alle rund 130 Männer, die beim Ausbruch des Feuers in der Halle waren, seien nach derzeitigen Stand gerettet worden, teilte die Stadt mit. Nach Angaben der Polizei haben sich 28 Bewohner eine Rauchgasvergiftung zugezogen.

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Ein Verdächtiger wird nach dem Brand in Handschellen abgeführt.

(Foto: dpa)

In der Halle waren ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan - insgesamt zählte das Heim 282 Bewohner. Die Brandursache war zunächst unklar. Als die Löschzüge eintrafen, habe die rund 5000 Quadratmeter große ehemalige Messehalle komplett in Flammen gestanden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch die Außenwände und das Dach hätten lichterloh gebrannt. Die Feuerwehr hatte drei Löschzüge mit gut 70 Einsatzkräften im Einsatz.

Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden zwei Männer in der Nähe des Brandortes festgenommen und in Handschellen von Personen in Zivilkleidung abgeführt. Laut "Rheinischer Post" handelte es sich bei den Festgenommenen um Flüchtlinge. Die Polizei meldete, es gebe Hinweise auf derzeit sechs Verdächtige, die alle in der Halle gelebt hätten. Die Männer würden derzeit vernommen. Derweil seien die anderen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft auf andere Heime in der Stadt verteilt worden.

Es brannte schon einmal

Eine dunkle Rauchsäule war auch von Weitem noch über Stadt zu sehen. In der Nähe der Flüchtlingsunterkunft ist auch der Düsseldorfer Flughafen. Fotos zeigten startende Maschinen hinter dichtem Rauch. Der Flugbetrieb sei aber nicht beeinträchtigt gewesen, sagte ein Sprecher. Die Feuerwehr rief wegen der starken Rauchentwicklung dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch die Messe Düsseldorf, wo derzeit die weltgrößte Ausstellung für Printmedien drupa mit vielen Tausend Besuchern läuft, konnte sein Programm fortsetzen.

Bereits am 21. Mai war nach Informationen der Polizei in der Unterkunft ein Feuer gelegt worden - allerdings sei der Schaden eher gering gewesen. Die Ermittlungen hatten damals keine belastbaren Beweise gegen eine Person hervorgebracht.

Quelle: ntv.de, jwu/jug/dpa

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