Panorama

Deutsche sollen an Bord sein Flugzeug mit 22 Menschen in Nepal vermisst

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Das vermisste Flugzeug von Typ Twin Otter konnte bisher nicht geortet werden. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

Am Vormittag bricht ein Flugzeug in der nepalesischen Stadt Pokhara zum beliebten Bergsteiger-Ziel Jomson auf. Kurz darauf verschwindet die Maschine jedoch vom Radar. Unter den 22 Menschen an Bord sollen sich auch zwei Deutsche befinden. Die Ortung des Flugzeugs gestaltet sich schwierig.

In Nepal ist ein Passagierflugzeug mit 22 Menschen an Bord vom Radar verschwunden. Der Kontakt zu der Maschine vom Typ Twin Otter sei kurz nach ihrem Start am Sonntagmorgen in der westlichen Stadt Pokhara abgebrochen, teilte die Fluggesellschaft Tara Air mit. Die Suche nach der Maschine, die auf dem Weg zum beliebten Bergsteiger-Ziel Jomsom war, wurde durch schlechtes Wetter behindert.

Nepalesischen Angaben zufolge könnten auch Deutsche an Bord der Maschine gewesen sein. "In dem Flugzeug befinden sich 4 Inder, 2 Deutsche und 16 nepalesische Staatsangehörige", sagte Polizeisprecher Bishnu Kumar KC. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die deutsche Botschaft in Kathmandu bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung und stehe dazu mit den nepalesischen Behörden in Kontakt.

Das Flugzeug war laut Tara Air am Vormittag nach Jomsom aufgebrochen, ein bei Bergsteigern beliebtes Reiseziel im Himalaya-Gebirge. Der Ort ist mit dem Flugzeug nur etwa 20 Minuten von Pokhara entfernt. "Wir versuchen, das mögliche Gebiet, in dem das Flugzeug sein könnte, zu orten", sagte ein Tara-Air-Sprecher. Ein Sprecher des nepalesischen Innenministeriums teilte mit, für die Suche nach dem Flugzeug seien zwei Hubschrauber losgeschickt worden. In dem Gebiet herrsche allerdings sehr schlechte Sicht. "Das schlechte Wetter wird den Sucheinsatz wahrscheinlich behindern."

Sicherheitsstandards sind oft unzureichend

Die Luftfahrt in Nepal boomt seit Jahren, die Sicherheitsstandards sind angesichts unzureichender Ausbildung des Personals und mangelhafter Wartung der Maschinen allerdings niedrig. Die Europäische Union hat daher alle nepalesischen Fluggesellschaften aus ihrem Luftraum verbannt. Hinzu kommt, dass sich in dem Himalaya-Staat einige der abgelegensten und schwierigsten Landebahnen befinden. Außerdem kann das Wetter in Nepals Bergen schnell umschlagen und gefährliche Flugbedingungen schaffen. Im März 2018 war eine Maschine der bangladeschischen Fluggesellschaft US-Bangla in der Nähe des internationalen Flughafens der Hauptstadt Kathmandu abgestürzt. Dabei kamen 51 Menschen ums Leben.

Diesen Monat wurde in Bhairahawa der zweite internationale Flughafen des Landes eröffnet. Der umgerechnet 70 Millionen Euro teure Bau soll den Airport in Kathmandu entlasten und buddhistischen Pilgern aus ganz Asien den Weg in Buddhas Geburtsort Lumbini erleichtern, der sich unweit des neuen Flughafens befindet.

Quelle: ntv.de, mbu/AFP/dpa

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