Panorama

53-Jähriger galt als vermisst Flut kostet auch in Sachsen Menschenleben

Ein Mann stürzt im Erzgebirgskreis ins Wasser und wird mitgerissen. Rettungskräfte suchen per Hubschrauber nach dem 53-Jährigen - vergeblich. Im verbliebenen Schlamm in den Hochwasserregionen drohen nun auch noch Krankheitserreger.

Auch nach den Unwettern in Sachsen hat sich der Tod eines seither Vermissten bestätigt. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte, wurde die Leiche des 53-Jährigen im Uferbereich der Preßnitz aufgefunden. Der Mann war am 13. Juli im Ortsteil Steinbach der Ortschaft Jöhstadt im Erzgebirgskreis in das Gewässer gestürzt und von den Wassermassen mitgerissen worden.

Nach ihm war seither zunächst vergeblich gesucht worden. Dabei wurde zeitweise auch ein Hubschrauber eingesetzt. Auch an anderen Orten der Region hatte es schwere Unwetter gegeben, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie im Westen Deutschlands.

Die Flutkatastrophe in mehreren Bundesländern hinterlässt nicht nur Tote - auch jetzt noch kann sie zu einem echten Gesundheitsrisiko werden. Helfer sollten beim Aufräumen unbedingt wasserabweisende Schutzkleidung und Handschuhe tragen, wie die Stadt Hagen mitteilte. Denn der zurückgebliebene Schlamm sei häufig mit Krankheitserregern verseucht. Dort seien bereits Magen-Darm-Erkrankungen und Wundinfektionen im Zusammenhang mit den Reinigungsarbeiten aufgetreten.

"Lebensmittel nicht mehr essen"

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Vor dem Kontakt mit Lebensmitteln und vor dem Rauchen sollten die Hände gründlich gewaschen werden, riet die Stadt. Lebensmittel, die in Kontakt mit dem Schlammwasser gekommen sind, dürften nicht mehr verzehrt werden. Das gelte auch für im Garten angebautes Gemüse, das überschwemmt war.

Kleinere Verletzungen müssten desinfiziert werden, bei größeren und tieferen Wunden solle man einen Arzt aufsuchen. Helfer sollten ihren Tetanus-Schutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen.

Quelle: ntv.de, chl/AFP/dpa

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