Panorama

Personal vergisst PatientinFrau mit Asthmaanfall wird in Notaufnahme eingeschlossen

16.10.2026, 10:56 Uhr
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Chandler macht ihr Erlebnis jetzt öffentlich, damit so etwas niemand anderem widerfährt. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Mit einem akuten Problem in eine Notfallambulanz gehen zu müssen, ist schon schlimm genug. Aber für eine Frau endet der dortige Aufenthalt in regelrechter Panik - und die hat nichts mit einer medizinischen Ausnahmesituation zu tun.

Als Patientin in der Notfallambulanz einer Klinik eingeschlossen zu werden, "das ist doch Unsinn, so etwas passiert nur in Filmen oder im Fernsehen", dachte Tia Chandler aus dem US-Bundesstaat New Hampshire - und musste es dann selbst erleben. Die 46-jährige Frau wurde in den Räumen der Notfallversorgung der ConvenientMD-Klinik in Keene vom Personal nach Feierabend vergessen.

Chandler hatte Ende September mit einem Asthmaanfall um 19.45 Uhr Ortszeit die Ambulanz aufgesucht, die um 20 Uhr schließt. Eine Mitarbeiterin gab ihr eine Spritze gegen ihre Beschwerden, verließ anschließend den Behandlungsraum und sagte, sie sei gleich zurück. Chandler wartete geduldig. "Ich wusste, dass sie am Ende des Tages total im Stress waren, also habe ich versucht, ihnen etwas Verständnis entgegenzubringen", erklärte sie gegenüber "The Keene Sentinel".

Gegen 20.20 Uhr wurde ihr dann bewusst, dass sie alleine war. Sie steckte ihren Kopf aus dem Raum und rief mehrfach "Hallo? Hallo?", ohne eine Antwort zu bekommen. Da sei sie "ein bisschen nervös" geworden und zum Empfang gerannt, "weil ich dachte, dass nur eine Notbesetzung im Dienst wäre und sie gerade die Praxis putzen würden", erinnert sie sich bei WCVB. Aber "da war niemand und ich (...) schrieb meinem Mann: 'Sie haben mich eingesperrt. Ruf die Polizei!' Ich war total in Panik."

Tür löst Alarm aus

Als sie verzweifelt versuchte, eine Tür zu öffnen, löste sie damit einen Alarm aus. Anschließend wählte sie selbst den Notruf. Die Polizei von Keene bestätigte, dass sie zu der Klinik ausgerückt sei.

Noch am selben Abend entschuldigte sich die Klinikmanagerin per SMS bei Chandler. ConvenientMD bedauerte den Vorfall vom 24. September in einer Stellungnahme. "Das hätte ganz klar nie passieren dürfen", heißt es in der Erklärung. "Wir haben Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder vorkommt, und wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, der Region Keene die hochwertige Versorgung anzubieten, die wir seit über einem Jahrzehnt gewährleisten".

Bei der vergessenen Patientin wirkt das Erlebnis nach: "Es war sehr schockierend. Ich kann es einfach nicht fassen, dass mir das passiert ist." Ihre Geschichte habe sie jetzt öffentlich gemacht, damit so etwas niemand anderem widerfährt. Auf die Frage, ob sie die Notfallambulanz wieder aufsuchen werde, antwortete sie: "Wahrscheinlich nicht."

Quelle: ntv.de, kse

KrankenhausUSA