Jury verhängt MillionenstrafeFrau verletzt sich an Spritze

Im US-Bundesstaat South Carolina verletzt sich eine Frau an einer Spritze, die auf dem Parkplatz eines Target-Ladens herumliegt. Eine Entschädigung in Höhe von 12.000 Dollar lehnt der Einzelhändler ab. Vor Gericht erhält er einen teuren Denkzettel.
Eine US-Amerikanerin, die sich auf einem Parkplatz versehentlich an einer Spritzennadel gestochen hat, soll mit mehr als 4,6 Millionen Dollar entschädigt werden, umgerechnet 4,1 Millionen Euro. Das hat eine Geschworenenjury im Bundesstaat South Carolina entschieden, wie die Zeitung "Independent Mail" berichtete.
Demnach hatte die achtjährige Tochter der Frau im Mai 2014 die Nadel vor einem Laden des Einzelhändlers Target in Anderson vom Boden aufgehoben. Die Mutter habe sie ihr aus der Hand geschlagen und sich dabei gestochen. Wegen Aidsgefahr sei die Frau danach vorsorglich mit Medikamenten behandelt worden, die sie krank gemacht hätten. Ihr Mann habe sie betreuen müssen und daher nicht arbeiten können.
Weiter hieß es, der Anwalt der Frau habe Target zunächst angeboten, den Fall mit einer Entschädigung von 12.000 Dollar beizulegen. Das Unternehmen habe abgelehnt und eine Gegenofferte von 750 Dollar unterbreitet. Anschließend sei es zum Prozess gekommen.
Target prüft dem Bericht zufolge jetzt, gegen die - bisher nicht rechtskräftige - Jury-Entscheidung anzugehen. In den USA kommt es häufiger vor, dass Geschworene Klägern hohe Entschädigungssummen zusprechen, die im Zuge von Berufungsverfahren oft verringert werden.