Panorama

"Frauen stärken" Geflüchtete Syrerin erhält Integrationspreis

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Schwerpunkt des diesjährigen Preises ist "Frauen stärken"

(Foto: picture alliance/dpa)

Um Migrantinnen Mut zu machen, gibt Bjeen Alhassan Frauen über Facebook Tipps zum Einleben in Deutschland. Frauen können sich auf Arabisch, Kurdisch, Englisch und Deutsch von ihr beraten lassen. Für dieses Engagement bekommt die geflüchtete Syrerin nun den Nationalen Integrationspreis.

Eine aus dem Bürgerkriegsland Syrien geflüchtete Frau bekommt den Nationalen Integrationspreis 2020. Bjeen Alhassan sollte am Montagnachmittag im Berliner Bundeskanzleramt ausgezeichnet werden. Die 28-jährige Syrerin erhält den Preis für ihr Projekt "Lernen mit Bijiin", einer Facebook-Gruppe, in der sie sich nach Angaben des Kanzleramts seit März 2020 mit bis zu 155 Frauen austauscht.

Alhassan berate die Teilnehmerinnen auf Arabisch, Kurdisch, Englisch und Deutsch und gebe Tipps zum Einleben in Deutschland. Sie wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gemeinsam nominiert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zum vierten Mal vergeben. Der Preisträger soll Vorbild für andere sein, sich auch zu engagieren.

Die Entscheidung, die Auszeichnung an Alhassan zu vergeben, hat eine fünfköpfige Jury getroffen, der die Berliner Integrationsforscherin Naika Foroutan, Fußballprofi Sami Khedira, Autor Ahmad Mansour und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker angehören. Den Vorsitz hat der ehemalige Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit und ehemalige Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Frank-Jürgen Weise.

Schwerpunkt des diesjährigen Preises ist "Frauen stärken". "Bjeen Alhassan ist Vorbild und Ansporn für Frauen, ihr Leben in Deutschland anzupacken und selbst in die Hand zu nehmen", erklärte Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz von der CDU. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer lobte: "Frau Alhassan setzt sich mit beeindruckendem Engagement für die Integration geflüchteter Frauen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt ein. Sie hat den Preis redlich verdient."

Quelle: ntv.de, can/dpa