Panorama

Geld nach Kuba, DomRep, USA Geldwäsche-Ring auf Mallorca gesprengt

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Abseits der Touristenbezirke gibt es auf Mallorca Orte, die für das Drogengeschäft berüchtigt sind, wie die Barackensiedlung Son Riera unweit des Flughafens.

(Foto: picture alliance/dpa)

Über die Grenzen überweisen die Strohmänner Kleinstbeträge, eingenommen aus Deals mit Kokain. Peu à peu wächst der geschmuggelte Geldberg jenseits des Atlantiks, und die Bande ersteht Immobilien und Luxusautos. Was Kontrolleuren entgeht, fällt schließlich der Polizei auf Mallorca auf.

Die Polizei auf Mallorca hat ein internationales Geldwäsche-Netzwerk gesprengt, das unter anderem Beträge nach Kuba leitete. Auf der beliebten Urlauberinsel seien 55 Menschen und in Madrid fünf weitere Komplizen festgenommen sowie 400.000 Euro und größere Mengen Drogen beschlagnahmt worden, teilte die Polizei mit.

Die Bande habe Einnahmen aus dem Kokainschmuggel in legal erscheinende Gelder verwandelt, indem sie Beträge über bezahlte Strohmänner nach Kuba, in die Dominikanische Republik und in die USA überwiesen habe, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Beträge seien jeweils so klein gewesen, dass sie bei Kontrollen nicht auffielen. Die Empfänger der Gelder kauften demnach dann vor Ort Immobilien und Luxusautos, die der Bande zur Verfügung standen.

Auf Mallorca habe die Bande zudem Pseudo-Baufirmen gegründet, die mit zwei mallorquinischen Unternehmen kooperierten. Diese stellten 200.000 Euro für Arbeiten in Rechnung, die es gar nicht gab, wie die Ermittler mitteilten.

Auf Mallorca floriert das Drogengeschäft vor allem in der als Drogendorf bekannten Barackensiedlung Son Banya unweit des Flughafens. Die Insel wird von internationalen Banden auch immer wieder als Umschlagpunkt genutzt.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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