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Autopsiebericht veröffentlicht George Floyd war mit Coronavirus infiziert

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Der gewaltsame Tod von George Floyd sorgt für anhaltende Proteste.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der 46-jährige George Floyd musste sterben, weil ihm ein Polizist auf brutale Weise die Luft abschnürte. Ein Autopsiebericht bringt nun ans Licht, dass der Afroamerikaner im April mit dem Coronavirus infiziert war.

Der bei einem brutalen Polizeieinsatz getötete Afroamerikaner George Floyd ist einer offiziellen Autopsie zufolge mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Die Infektion stand jedoch nicht in Zusammenhang mit seinem Tod, zumal sie seit April bekannt war und er "höchstwahrscheinlich" keine Symptome mehr hatte, wie es in dem veröffentlichten Autopsiebericht heißt. Floyds Familie stimmte dessen Veröffentlichung zu.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits unter Berufung auf die Autopsie erklärt, dass Floyd am Montag vergangener Woche wegen des brutalen Polizeieinsatzes gestorben war. Ein Polizist in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte sein Knie fast neun Minuten lang auf den Hals des am Boden liegenden Floyds gedrückt - obwohl dieser wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr. Zwei weitere Polizisten knieten auf Floyds Rücken.

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Der unbewaffnete 46-Jährige war festgenommen worden, weil er verdächtigt wurde, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Der Vorfall sorgte für Empörung und landesweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Mit einer Trauerfeier in Minneapolis wird im Laufe des Tages an Floyd erinnert. Geplant ist ein Gedenkgottesdienst. In den folgenden Tagen sind an anderen Orten weitere Trauerfeiern vorgesehen, bevor Floyd am kommenden Dienstag in der texanischen Stadt Houston beigesetzt werden soll.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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