Panorama

"Von der Beute nichts erhalten" Gericht verurteilt KaDeWe-Räuber

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Nur ein Collier ist aufgetaucht, das restliche Diebesgut bleibt verschwunden.

(Foto: REUTERS)

Mit Axt, Hammer und Machete bewaffnet stürmen mehrere Männer 2014 das KaDeWe in Berlin und stehlen Schmuck im Wert von gut 800.000 Euro. Von der Beute aus dem Luxuskaufhaus fehlt bis heute jede Spur. Zwei Komplizen müssen dennoch ins Gefängnis .

Im zweiten Prozess um den spektakulären Überfall auf das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe im Dezember 2014 sind zwei Angeklagte zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Gegen die beiden 20-Jährigen verhängte das Berliner Landgericht Jugendstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten. Sie seien des besonders schweren Raubes sowie der gefährlichen Körperverletzung in 13 Fällen schuldig.

Die geständigen Angeklagten gehörten zu fünf Maskierten, die bewaffnet mit Axt, Hammer und Machete in das KaDeWe eingedrungen waren. Der filmreife Überfall ereignete sich bereits in der Vorweihnachtszeit 2014. Mitten im Trubel sprangen die Männer mit erhobenen Waffen aus dem Auto, stürmten das Kaufhaus und zerschlugen die Vitrinen.

Innerhalb von gerade mal 79 Sekunden erbeutete die Bande Uhren und Schmuck im Wert von rund 817.000 Euro. Durch das Reizgas, das die Räuber bei ihrem Überfall versprühten, gab es 13 Verletze. Vor Gericht bekräftigte einer der zwei 20-Jährigen, wie leid ihm das tue. Nach seinen Angaben habe er dem Überfall weder mitgeplant, noch wurde er dafür entlohnt.

Der zweite Angeklagte erklärte, er habe mit einem Hammer erfolglos auf Vitrinen geschlagen. "Von der Beute habe ich nichts erhalten." Über Mittäter wollte er keine Aussagen machen, jedoch gestand sein älterer Bruder bereits beim ersten Prozess. Als Haupttäter erhielt er knapp sieben Jahre Haft.

Quelle: ntv.de, vni/dpa