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Verkehrsdelikte nehmen zu Gerichte verurteilen weniger Straftäter

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Im Namen des Volkes ergehen immer weniger Verurteilungen in Strafverfaren.

(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

Vor deutschen Gerichten werden immer weniger Menschen wegen einer Straftat verurteilt. Eine Erklärung für den Trend liefern Statistiker. Delikte im Straßenverkehr nehmen allerdings zu.

In Deutschland ist die Zahl der rechtskräftig verurteilten Straftäter erneut zurückgegangen. Insgesamt ahndeten die Gerichte im vergangenen Jahr in 737.873 Fällen ein Verbrechen oder strafrechtliches Vergehen. Dies waren 0,2 Prozent weniger als 2015, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl ist damit seit zehn Jahren rückläufig. 2007 waren noch fast 900.000 Menschen rechtskräftig wegen einer Straftat verurteilt worden.

Wie bereits zuvor war die Geldstrafe die häufigste Sanktionsart. Die Gerichte nutzten sie in 568.314 Fällen - die Zahl liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. 107.831 Menschen wurden zu einer Freiheitsstrafe oder einem Arrest nach dem allgemeinen Strafrecht verurteilt.

Bei weiteren 61.728 Menschen wandten die Gerichte das Jugendstrafrecht an. Davon erhielten 10.033 Personen eine Jugendstrafe, bei 43.901 wurden Zuchtmittel und bei 7794 Erziehungsmaßregeln nach dem Jugendgerichtsgesetz verhängt. Zuchtmittel sind beispielweise Verwarnungen, Wiedergutmachung von Schäden oder auch kurzzeitiger Jugendarrest. Erziehungsmaßregeln sind erzieherische Anweisungen des Gerichts, etwa gemeinnützige Arbeit zu erbringen oder auch eine Ausbildung zu beginnen.

Bei der Jugendkriminalität gab es bei der Zahl der Verurteilten abermals einen deutlichen Rückgang von mehr als fünf Prozent. Die Statistiker erklärten dies auch damit, dass der Anteil der Jüngeren an der Gesamtbevölkerung sinkt. Fast 90 Prozent aller Verurteilten waren 2016 Erwachsene und in rund 80 Prozent aller Fälle waren es Männer. Etwa jeder Dritte der Verurteilten hatte nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Delikte im Straßenverkehr - darauf entfällt rund ein Fünftel der Fälle - haben um gut zwei Prozent zugenommen. 154.331 Menschen wurden deswegen verurteilt. Wegen Diebstahl oder Unterschlagung verurteilten die Gerichte knapp 139.000 Menschen (minus 0,4 Prozent). Bei Betrug und Untreue waren es 159.000 - ein Minus von mehr als fünf Prozent.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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