Panorama

Attentate auf Sri Lanka Geschwister sterben kurz vor Abflug

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Das Sangri-La-Hotel in Colombo wurde bei den Expolisionen zerstört. Zahlreicher Urlauber kamen darin ums Leben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei mehreren Bombenanschlägen auf Sri Lanka sterben an Ostern mehr als 300 Menschen. Unter den Opfern sind auch zwei Teenager aus Großbritannien. Das Schicksal des Geschwisterpaares ist umso dramatischer, weil die Familie noch am selben Tag abreisen wollte.

Ein Geschwisterpaar aus Großbritannien ist nach der zweiten Bombenexplosion eines Selbstmordattentäters in einem Hotel in Colombo getötet worden. Zuvor konnten sie allerdings erfolgreich vor der ersten Detonation flüchten, berichtet die britische Zeitung "Daily Mail".

Daniel und Amelie saßen mit ihrem Vater im Sangri-La Hotel beim Frühstück, als plötzlich eine Bombe explodierte. Die Reise der britischen Familie sollte eigentlich an jenem Morgen zuende gehen. Noch am selben Tag wollte die Familie zurück in die Heimat fliegen. Doch die Explosion änderte alles: Als in der Nähe die Bombe eines Selbstmordattentäters explodierte, rannten sie gemeinsam in den Flur des Hotels.

Doch der Glücksmoment, dem Terroranschlag entkommen zu sein, währte nicht lange. Denn nur wenige Sekunden nach der ersten Bombe, kam es unerwartet zu einer nächsten Explosion. Dieses Mal überlebten es der 19-jährige Daniel und die 15-jährige Amelie nicht. "Ich kann nicht in Worte fassen, wie schlimm es wirklich war. Ich war bei meinen Kindern und auf einmal wurde alles dunkel", erklärte der Vater Matthew Linsey der "Times".

Sie seien herausgerannt und wurden dann von der zweiten Explosion erschüttert. "Wir rannten in Richtung der Aufzüge und plötzlich - nach den zweiten Bombe - bewegten sich die Kinder nicht mehr", berichtete er weiter von der dramatischen Lage. Beide Kinder kamen ins Krankenhaus, doch sie konnten nicht gerettet werden.

Zwei weitere Kinder der Familie und die Mutter waren nicht mit in den Urlaub geflogen und befanden sich zum Zeitpunkt der Anschläge in London. Es ist eines von vielen Schicksalen, denn insgesamt starben 310 Menschen bei acht koordinierten Selbstmordattentaten.

Quelle: n-tv.de, sgu