Panorama

Zwei tierische Mitbewohner Greta Thunberg zieht in erste eigene Wohnung

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Greta Thunberg in ihrer Wohnung in Stockholm.

(Foto: REUTERS)

Einst zieht Greta Thunberg in die Welt hinaus, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Nun holt sie einen anderen Schritt nach. Die 18-Jährige verlässt ihr Elternhaus in Schweden. Sie wohnt aber auch in Zukunft nicht allein.

Greta Thunberg ist zu Hause ausgezogen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters verrät die 18-Jährige, dass sie nicht mehr in ihrem Elternhaus lebe. In ihrer Mietwohnung in Stockholm sei sie aber nicht allein - ihre zwei Hunde sollen auf sie aufpassen. "Und zum Glück bin ich in Schweden, wo sich die Leute nicht so sehr für Prominente interessieren", sagte sie.

In der neuen Wohnung lebt sie zusammen mit der schwarzen Labradorhündin "Roxy" und dem Golden Retriever "Moses". Beide spielten für sie schon vorher eine größere Rolle, erzählte Mutter Malena Ernman in einem älteren Interview. Ganz von den Eltern abgekoppelt habe Thunberg sich aber nicht. In dem Bericht heißt es weiter, dass Vater Svante, ihre Mutter und die kleinere Schwester häufiger zu Besuch kämen. Gerade besonders, da ihre Mutter, die Opernsängerin ist, und ihre Schwester in Stockholm im Musical über Edith Piaf mitspielten.

Auch ihre akademische Karriere hat Thunberg nicht an den Nagel gehängt. In dem Bericht heißt es, dass die 18-Jährige, die mit ihren freitäglichen Schulstreiks weltbekannt wurde, sich inzwischen im zweiten Jahr einer weiterführenden Schule befinde. Das sei auch mit ihren Aufgaben bei "Fridays For Future" vereinbar. "Ich versuche, effizient zu sein: Ich mache alle Hausaufgaben in der Schule, sodass ich, wenn ich nach Hause komme, Zeit für andere Dinge habe, für die Arbeit", sagte Thunberg. Nach der Schule möchte sie weiter studieren. "Das gefällt mir sehr." Über die weitere Zukunft sagte sie: "Wo ich am Ende lande, werden wir sehen."

Anlass des Interviews war aber nicht ihre neue Wohnungssituation, sondern die anstehende Weltklimakonferenz in Glasgow. "Meine Erwartung ist, dass wir viele schöne Reden und viele Versprechungen hören werden", sagte Thunberg. "Aber diese werden - wenn man sie genau untersucht - mehr oder weniger bedeutungslos sein und nur gehalten werden, damit die Medien etwas zu berichten haben." Danach würden vermutlich die Dinge so weiterlaufen.

"Die Konferenz wird nur zu etwas führen, wenn es großen, massiven Druck von außen gibt." Man sei noch so weit von entfernt von dem, was getan werden müsse. Eine kleine Hoffnung bestehe jedoch: "Vielleicht gibt es Führungspersönlichkeiten, die ehrlich sind, die die Dringlichkeit deutlich machen und Menschen aufwecken." Thunberg sagte, sie werde voraussichtlich an dem UN-Treffen teilnehmen, aber fürchte, erneut enttäuscht zu werden.

Quelle: ntv.de, ses/rts

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