Autos ins Meer gespültHeftige Regenfälle sorgen für Überschwemmungen auf Kreta

Auf der Urlaubsinsel Kreta geht es derzeit wenig erholsam zu. Regenmassen sorgen dort für Überschwemmungen. Die Behörden haben alle Hände voll zu tun, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten.
Heftige Regenfälle und Gewitter haben auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Insel Kreta Überschwemmungen ausgelöst und Schäden verursacht. Menschen steckten in ihren Autos fest, einige Touristen mussten evakuiert werden, wie die Behörden mitteilten. "Eine Frau musste sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht werden", sagte der Bürgermeister der Hafenstadt Ierapetra, Manolis Frangoulis.
In der Stadt an der Südostküste Kretas hatte es am Freitag und Samstag heftige Regenfälle gegeben. Durch die Überschwemmungen wurden einige Autos und Bäume ins Meer gespült. Andernorts waren Straßen durch angespültes Geröll unpassierbar.
Auf der Straße zwischen Ierapetra und Sitia steckten wegen der Überflutungen 23 Menschen in ihren Autos fest, wie der Fernsehsender ERT berichtete. Drei Touristen und ihr Taxifahrer wurden im Auto von einem Sturzbach fortgerissen, sie konnten aussteigen und sich in Sicherheit bringen, als das Taxi an einer Böschung hängenblieb. In dem bei Touristen beliebten Hafen Canea beschädigten riesige Wellen Restaurants und andere Treffpunkte von Touristen an der Strandpromenade.
Nationalpark-Mitarbeiter stecken fest
Die Zivilschutzbehörde rief die Bewohner mehrerer Orte auf, höher gelegene Gebiete aufzusuchen. Der stellvertretende Gouverneur der Region Heraklion, Nikos Syrigonakis, teilte mit, Hilfsdienste seien dabei, kleine Erdrutsche zu beseitigen und Straßen von Geröll zu befreien. Sie seien weiter in Alarmbereitschaft und behielten die Pegel von Bächen und Flüssen im Blick, sagte er der griechischen Nachrichtenagentur ANA.
In der Samaria-Schlucht, einem beliebten Ausflugsziel für Kreta-Urlauber, steckten acht Mitarbeiter des Nationalparks wegen der starken Regenfälle fest, wie ANA weiter berichtete. Nach Angaben der Behörden waren sie jedoch an einem sicheren Ort. "Die Situation ist voll unter Kontrolle. Sie haben etwas zu Essen und Medikamente und sind an einem warmen Ort, aber der Flusspegel erlaubt es nicht, dass sie den Ort verlassen", sagte der für den Zivilschutz zuständige Vize-Gouverneur der Region, Giorgos Tsapakos, der Nachrichtenagentur ANA.
Von Freitag bis Samstagnachmittag fielen im Gebiet Canea 420 Millimeter Regen, wie es auf der Website des nationalen Observatoriums in Athen hieß. Hinzu kamen Windstärken von acht bis neun auf der Beaufort-Skala.