Panorama

Schleswig-Holstein prescht vor Hotels sollen für Geimpfte öffnen dürfen

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Die Hotels Miramar und Monbijou auf Sylt stehen ab Samstag in einer Tourismus-Modellregion.

(Foto: imago images/Chris Emil Janßen)

In ganz Deutschland können sich Geimpfte bald wieder freier bewegen. Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein denkt noch einen Schritt weiter: Auch Hotels sollen für diese Gruppe schnell öffnen dürfen. Der CDU-Politiker Günther verweist auf die Modellregionen Schlei und Sylt.

Beim vorösterlichen Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern scheitern die Nordländer mit einem Öffnungsvorstoß für ihre Hotellerie. Nun legt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther nach: Für Geimpfte sollen die Hotels in Deutschland rasch öffnen dürfen, sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Wir haben uns schon bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 22. März dafür eingesetzt, Beherbergungsbetriebe zu öffnen. Die sind kein Treiber von Pandemie", erklärte Günther der Zeitung. Und weiter: "Und je schneller wir dann auch Öffnungsschritte machen können, desto besser."

Mit Blick auf die vom Bund geplante Verordnung, dass Geimpfte wieder mehr Freiheiten bekommen sollen, schlug Günther vor, dass Familien künftig mit einer Mischung aus Impfnachweis der Eltern und Testnachweis älterer Kinder zum Beispiel Urlaub in Hotels an der Nordsee machen könnten: "Diejenigen, die noch nicht geimpft sind, müssen dann einen Test machen. Der Schutz der Anderen wird durch unterschiedliche Instrumente erreicht."

Derzeit liefen erste Modellprojekte für die Rückkehr des Tourismus sehr erfolgreich, bilanzierte der Kieler Landeschef. Sein Land hat bundesweit die niedrigsten Infektionszahlen. Neben Hamburg bleibt unter allen Bundesländern derzeit einzig Schleswig-Holstein unter der Notbremsen-Marke von 100 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. "Wir haben jetzt erst einmal die Schlei-Region und Eckernförde für touristische Projekte geöffnet mit Hunderten Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätzen." Die Gäste würden alle mehrfach getestet. "Unter den über 10.000 Tests in beiden Regionen hatten wir zwei Hände voll Positive. Die Mehrheit davon waren Einheimische und nicht Touristen", erläuterte der CDU-Politiker weiter.

Sylt-Tourismus geht Samstag an den Start

Am Samstag startet Schleswig-Holstein als nächstes das Modellprojekt Nordfriesland. Dazu gehört auch die Insel Sylt. "Auch dort werden viele Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen mit Testung", betonte Günther. Es gebe bereits überall eine gute Buchungslage für den Sommer. Größere Infektionsrisiken sieht er mit Blick auf den letzten Sommer nicht. "Da gab's eine hohe Disziplin. Außerdem hat die Gesellschaft für Aerosolforschung gerade noch einmal eindeutig gesagt: Im Außenbereich sind Infektionen nahezu ausgeschlossen. Und am Strand ist man ja nun in der Regel an der frischen Luft."

Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern gilt derzeit noch ein striktes Ein- und Ausreiseverbot. Doch das Oberverwaltungsgericht in Greifswald erklärte die Schweriner Vorordnung nun für unrechtmäßig, da sie vollständig geimpfte und nicht geimpfte Menschen gleichbehandle. Das Land ist laut Gericht jetzt verpflichtet, die entsprechenden Regelungen zu überarbeiten. Laut Corona-Landesverordnung dürfen sich abgesehen von Ausnahmen auch Menschen mit Nebenwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern nicht im Land aufhalten.

Quelle: ntv.de, mau

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