Panorama

Bund befürchtet steigende Zahlen Hotels und Gastro sogar bis 10. Januar dicht?

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Am 4. Januar könnten die 16 Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel über das weitere Vorgehen beraten.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Nachdem das Nachbarland Österreich seinen Lockdown für Gastro- und Hotelbetriebe verlängert, ist ein solcher Schritt auch in Deutschland denkbar. Die Bundesregierung befürchtet, dass die Lockerungen über die Feiertage die Infektionszahlen wieder steigen lassen.

Bund und Länder planen Verhandlungskreisen zufolge, die Schließung von Gastronomie und Hotels bis zum 10. Januar zu verlängern. Der Schritt könne Mitte Dezember beschlossen werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters zu den neuen Corona-Maßnahmen. Bisher gilt der Teil-Lockdown rechtlich nur bis zum 20. Dezember, weil Einschränkungen nach dem Bevölkerungsschutzgesetz immer nur für vier Wochen beschlossen werden können.

Am 4. Januar könnten dann die 16 Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut zusammenkommen, um das weitere Vorgehen für den Rest des Januars auf Basis der dann registrierten Zahlen an Neuinfektionen zu beraten, hieß es in den Verhandlungskreisen weiter. In der Bundesregierung wird ein erneuter Anstieg der Zahlen nach den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester befürchtet.

Bei den Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern wird es einer Regierungssprecherin zufolge am heutigen Mittwoch jedoch keine neuen Corona-Beschlüsse geben. Über eine Verlängerung der Einschränkungen über den 20. Dezember hinaus wird also erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Nachbarland Österreich hat einen entsprechenden Schritt bereits beschlossen. Dort wurden die Maßnahmen bis Anfang Januar verlängert. Hotels und Gastronomiebetriebe bleiben bis einschließlich 7. Januar geschlossen, es gibt auch Lockerungen. Geschäfte öffnen in Österreich ab kommenden Montag wieder, auch Skigebiete dürfen ab dem 24. Dezember wieder aufmachen. Allerdings plant die Alpenrepublik strenge Einreisebeschränkungen. Demnach müssen alle Einreisenden, die aus Staaten mit einer 14-Tages-Inzidenz von mehr als 100 pro 100.000 Einwohner nach Österreich kommen, für zehn Tage in Quarantäne. Davon wären demnach alle Nachbarstaaten betroffen.

Quelle: ntv.de, mba/rts/AFP

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