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"Meister des Lichts" I. M. Pei ist tot

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Pei im Jahr 2003 bei der Eröffnung des Erweiterungsbaus des Deutschen Historischen Museums.

(Foto: imago images / Götz Schleser)

I. M. Pei lernte bei Walter Gropius und Marcel Breuer. Später wurde er selbst zur Architektur-Legende, etwa durch die Glaspyramide am Pariser Louvre. Nun ist Pei im Alter von 102 Jahren gestorben.

Der Stararchitekt Ieoh Ming Pei ist tot. Der US-Architekt chinesischer Herkunft, der viele bedeutende Bauwerke wie die berühmte Glaspyramide im Innenhof des Louvre in Paris und den modernen Anbau des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin entworfen hat, starb in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 102 Jahren, wie das Architekturbüro seiner Söhne in New York mitteilte.

Pei wurde am 26. April 1917 im südchinesischen Guangzhou (Kanton) geboren, 1935 ging er zum Architektur-Studium in die USA. Nach einem Abschluss am angesehenen Massachusetts Institute of Technology studierte er in Harvard beim Bauhaus-Gründer Walter Gropius.

"Meister des Lichts"

1955 eröffnete Pei sein eigenes Architekturbüro. Er entwarf unter anderem die Bibliothek für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy in Boston, den Erweiterungsbau der Nationalgalerie in Washington, den 72-stöckigen Wolkenkratzer der Bank of China in Hongkong und die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland.

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Von Pei entworfener Anbau des DHM in Berlin.

(Foto: imago stock&people)

Pei galt als Vollender der klassischen Moderne, viele seiner Entwürfe basieren auf einfachen geometrischen Formen wie Dreiecken, Würfeln und Pyramiden. Trotz ihrer Ecken und Kanten strahlen seine Bauten keine Härte, sondern elegante Stabilität aus.

Pei galt auch als "Meister des Lichts". Er wurde mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet. 1983 erhielt er den Pritzker-Preis, der auch als Nobelpreis für Architektur bezeichnet wird.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP

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