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"Schlimmer als der Tod" In diesem Gefängnis könnte bald "El Chapo" sitzen

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"Supermax": In diesem Gefängnis sind viele Schwerverbrecher inhaftiert.

(Foto: REUTERS)

Der mexikanische Verbrecher "El Chapo" Guzmán wird von der Jury in allen Punkten für schuldig befunden und muss damit wohl lebenslang in Haft. Diese könnte er in Colorado absitzen. Wie würde der Drogenboss und Ausbrecherkönig dort untergebracht?

Der Mexikaner Joaquín "El Chapo" Guzmán wird vermutlich den Rest seines Lebens hinter Gittern sitzen. Nun berichten internationale Medien darüber, unter welchen Umständen er untergebracht würde. Er könnte in ein Gefängnis kommen, in dem nur die besonders schweren Verbrecher sitzen. Eine schwer gesicherte Haftanstalt, in der er möglicherweise einsitzen wird, nennt man auch "Alcatraz der Rockies": das "Supermax"-Gefängnis im US-Bundesstaat Colorado.

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Es gilt als eines der sichersten Gefängnisse der USA. Die Art der Unterbringung von "El Chapo" ist auch deshalb so wichtig, weil er bereits mehrfach (2001 und 2015) aus anderen Gefängnissen entkommen konnte. Das will die US-amerikanische Justiz nun mit allen Mitteln verhindern. 23 Stunden am Tag würde der Schwerverbrecher im "Supermax"-Gefängnis dann in einer etwa 3,6 x 2,1 Meter kleinen Einzelzelle verbringen, wie die Zeitung "Daily Mail" berichtet.

Mini-Zelle und totale Isolation

Die Zelle ist durch eine zweifache Tür gesichert. Ein Gitter soll das Gefühl der Isolation noch verstärken. Neben einer Toilette, einer Dusche, einem Bett und einem winzigen Tisch steht "El Chapo" wohl ein Schwarz-Weiß-Fernseher mit einer begrenzten Anzahl von Programmen zur Verfügung. Es gibt zwar ein vergittertes Fenster, aber keinen Blick in den Himmel oder in andere Zellen.

All das dient der Isolation. Seine Kommunikation würde sich nur auf das Gefängnispersonal beschränken. Mitgefangenen wie dem Attentäter beim Boston-Marathon, Dzhokhar Tsarnaev, oder einem 9/11-Mittäter würde er nicht begegnen.  

Robert Hood, ein ehemaliger Aufseher des Hochsicherheitstraktes, beschreibt das Gefängnis nahe den Rocky Mountains laut "Daily Mail" als einen Ort, der "schlimmer als er Tod" sei. Die Wärter sind bewaffnet und patrouillieren rund um die Uhr.

Seitdem das Gefängnis mit dem offiziellen Namen ADX (Administrative Maximum Facility) Florence im Jahr 1994 geöffnet wurde, konnte kein Häftling entkommen. Falls "El Chapo" dorthin verlegt würde, hätte er es wohl deutlich schwerer als zuvor, auszubrechen.

Quelle: n-tv.de, sgu

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