Panorama

Knapp die Hälfte in Quarantäne Infizierte Arzthelferin hatte 600 Kontakte

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Die betroffene Arztpraxis in Düsseldorf-Pempelfort wurde geschlossen.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Eine Arzthelferin aus Düsseldorf infiziert sich mit der britischen Virus-Mutante B.1.1.7 und kommt anschließend mit bis zu 600 Menschen in Kontakt. Trotz Symptomen soll sie zeitweilig auf eine Maske verzichtet haben - auch in der Praxis. Das hätte auch strafrechtliche Folgen.

270 Menschen sind wegen des Kontakts mit einer Arzthelferin aus Düsseldorf in Quarantäne. Die Frau, die zeitweise ohne Schutzmaske und trotz Krankheitssymptomen gearbeitet haben soll, ist mit dem Coronavirus infiziert. Die 270 Menschen gelten als Kontaktpersonen der Kategorie I, wie die Stadt mitteilte. Die Arzthelferin war mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen.

Noch gibt es laut Behörden keine nachgewiesene Infektion. Trotzdem wurde die Arztpraxis in Düsseldorf-Pempelfort geschlossen. Die Arzthelferin ist mit der britischen Virus-Variante B.1.1.7 infiziert, die als deutlich ansteckender als das ursprüngliche Virus gilt. Seit Anfang Februar werden in Düsseldorf alle positiven PCR-Tests zusätzlich auf Virus-Mutationen untersucht.

Die Stadt Düsseldorf konnte nur rund 60 Prozent der Menschen, mit denen die Arzthelferin in Kontakt stand, telefonisch erreichen. 40 Prozent der Kontakte haben eine falsche Telefonnummer hinterlegt. Sie werden postalisch benachrichtigt. Sollte die Fachangestellte bei der Arbeit tatsächlich keine Maske getragen haben, habe sie damit gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen, teilte die Stadt mit. Strafrechtliche Konsequenzen würden derzeit geprüft.

Quelle: ntv.de, spl/dpa