Panorama

Nach Fahndung in ganz Paraguay Flüchtige Kindesentführer nehmen Kontakt auf

Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug.

(Foto: Jens Büttner/ZB/dpa/Symbolbild)

Um ihre Kinder einer Impfung gegen das Coronavirus zu entziehen, flieht ein deutsches Paar nach Paraguay. Sie haben aber nicht das alleinige Sorgerecht für die beiden Mädchen und werden bald von Interpol gesucht. Wohl deshalb melden sie sich bei den Anwälten der anderen Elternteile.

Nach Beginn einer landesweiten Fahndung wegen Kindesentziehung hat ein mit zwei Töchtern in Paraguay untergetauchtes deutsches Paar nun Kontakt zu den Anwälten der Ex-Partner aufgenommen. "In den vergangenen Tagen gab es mehrere Telefongespräche", teilten die Anwälte am Montag mit. "Wir suchen nach einer Lösung, um die Kindesentziehung zu beenden."

Der Vater des einen Mädchens und die Mutter des anderen Mädchens sind in zweiter Ehe miteinander verheiratet und waren im November vergangenen Jahres mit den beiden Kindern ohne die Zustimmung ihrer jeweiligen Ex-Partner nach Paraguay ausgewandert. Offenbar wollten sie verhindern, dass die Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden. Gegen das Paar liegt nach Angaben der paraguayischen Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl vor. Die internationale Polizeibehörde Interpol sucht die beiden demnach.

Nun habe es "fruchtbare Gespräche gegeben", hieß es in dem Schreiben der Anwälte. Die Mutter des einen und der Vater des anderen Mädchens hätten mit ihren Kindern telefonieren können. "Wir suchen nach einer Lösung, die die Rechte aller Parteien wahrt und vor allem den Interessen der Kinder Rechnung trägt", schrieben die Anwälte in der Mitteilung.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 07. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, lwe/dpa

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