Panorama

Klage wegen Terrorunterstützung Israelische Opfer fordern 253 Millionen Euro

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Womöglich kommen die Zahlungen katarischer Banken auch Mitgliedern der Al-Qassam Brigaden zugute, die zum militärischen Arm der Hamas gehören.

(Foto: picture alliance / Pacific Press)

Eine israelische NGO klagt gegen katarische Banken wegen Terrorunterstützung auf Schadensersatz. Bei Erfolg könnte jede der betroffenen Familien rund zehn Millionen Euro Schadensersatz erhalten. Das Emirat unterstützt Gaza-Stadt seit Jahren humanitär, angeblich soll Geld auch bei der Hamas landen.

Angehörige von israelischen Terroropfern haben Banken und Organisationen aus dem Golfstaat Katar wegen Finanzierung der islamistischen Hamas verklagt. Die 24 Familien fordern insgesamt umgerechnet rund 253 Millionen Euro Schadenersatz, wie die pro-israelische Bürgerrechtsorganisation Schurat Hadin in Tel Aviv bestätigte. Die Organisation habe eine entsprechende Klage im Namen der Familien beim Jerusalemer Bezirksgericht eingereicht.

Die 130 Kläger werfen den Banken und Wohltätigkeitsorganisationen vor, Geld an Terroristen der militärischen Flügel der Hamas und des Islamischen Dschihad zu zahlen und so Terroranschläge zu finanzieren, wie Schurat Hadin mitteilte. Dabei verwies die Organisation auch auf den massiven Raketenbeschuss durch die islamistischen Gruppierungen aus dem Gazastreifen auf Israel während des bewaffneten Konflikts im Mai.

Katar pflegt gute Beziehungen zur Hamas, die im Gazastreifen herrscht. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Katar leistet regelmäßig millionenschwere Zahlungen im Gazastreifen, die armen Familien und UN-Programmen zugutekommen sollen. Allerdings gibt es immer wieder Kritik in Israel an den Zahlungen aus Sorge, sie würden letztlich der Hamas helfen. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen.

Schurat Hadin hat bereits in einem ähnlichen Fall vor einem israelischen Gericht gewonnen. Ein Sprecher der Organisation zeigte sich optimistisch, dass die Kläger im Falle eines Sieges auch Geld bekommen würden. Es handele sich bei den Beklagten um kommerzielle Einrichtungen, deren Konten und Eigentum gepfändet werden könnten.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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