Panorama

Nach Randale auf dem Tempelberg Israels Polizei stürmt Al-Aksa-Moschee

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Nach Randalen stürmt die israelische Polizei die Moschee.

imago/ZUMA Press

Auf dem Tempelberg in Jerusalem stürmt die israelische Polizei nach Krawallen die Al-Aksa-Moschee. Darin verbarrikadieren sich junge Männer, die zuvor Steine geworfen hatten. Palästina-Präsident Mahmud Abbas kritisiert den Einsatz heftig.

Nach Krawallen auf dem Tempelberg in Jerusalem haben israelische Polizisten die Al-Aksa-Moschee auf dem Gelände gestürmt. Sie hätten junge Männer verfolgt, die zuvor vor dem Gebäude Steine geworfen und Feuerwerkskörper gezündet hätten, sagte ein Polizeisprecher. Demnach verbarrikadierten sich die Verdächtigen. Der Polizei zufolge gab es 24 Festnahmen. Vier Polizisten seien verletzt worden.

Ob es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Moschee selbst kam, war zunächst unklar. Ältere Besucher, die dort beteten, sagten, sie hätten nach einer Durchsuchung das Gotteshaus verlassen dürfen. Zeugen zufolge nahm die Polizei etwa 20 junge Männer fest. Danach seien die Gebete fortgesetzt worden.

Die muslimischen Behörden erklärten, Dutzende Menschen seien durch Blendgranaten verletzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisierte den Einsatz. Das Vorgehen Israels erhöhe die Spannungen und "zieht die Region in einen Religionskrieg, vor dem wir immer gewarnt haben". Die Al-Aksa-Moschee ist immer wieder Ausgangspunkt für Spannungen zwischen den Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Das Areal rund um den Tempelberg ist für Muslime und Juden ein Heiligtum.

Quelle: n-tv.de, sgu/rts

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