Panorama

Erste Schulen öffnen wieder Italien meldet über 1100 Corona-Infektionen

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In betroffenen Städten und Gemeinden Italiens kam das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen.

(Foto: REUTERS)

Das Coronavirus breitet sich in Italien rasant aus. Die Zahl der bekannten Infektionen ist auf über 1100 gestiegen. Die USA reagieren und raten von Reisen in die betroffenen Regionen ab. Die Türkei verbietet Flüge aus und nach Italien komplett.

Die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten ist in Italien gut eine Woche nach Bekanntwerden des Ausbruchs auf 1128 gestiegen. 29 Menschen sind gestorben, wie der Zivilschutzchef Angelo Borrelli in Rom mitteilte. Damit kamen innerhalb eines Tages infolge der Covid-19-Krankheit acht Menschen ums Leben. Sechs Patienten seien in der norditalienischen Lombardei gestorben, sagte Borrelli. Dort war die Sars-CoV-2-Welle zuerst ans Licht gekommen. Zwei Menschen starben in der Region Emilia-Romagna. 50 Patienten seien inzwischen wieder gesund.

Unterdessen wollen die ersten Regionen, die Schulen wegen der Coronavirus-Krise geschlossen hatten, den Unterricht nächste Woche wieder beginnen lassen. Die Schüler in den drei am härtesten getroffenen Regionen - in der Lombardei, der Emilia-Romagna und Venetien - sollen aber weiter zu Hause bleiben. Der Präsident der Lombardei, Attilio Fontana, schrieb am Samstag auf Facebook über seine Region: "Auch in der kommenden Woche bleiben die Schulen und Kindergärten geschlossen." Der Präsident der Emilia-Romagna kündigte Ähnliches für Universitäten, Schulen und Kinderhorte an. Dagegen sollen unter anderem in Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens die Kinder nächste Woche zurück in die Klassenzimmer kommen, wie es hieß. Auch in großen Teilen Liguriens soll die Schule wieder starten.

In Teilen Italiens, besonders im Norden, waren Schulen und Unis rund eine Woche geschlossen gewesen. In anderen Regionen blieben die Bildungseinrichtungen aber offen. Der erste Infektionsfall des aktuellen Ausbruchs war am 21. Februar ein Mann aus dem Ort Codogno in der Lombardei. Codogno steht wie zehn weitere Gemeinden in Norditalien seitdem unter Quarantäne. Die Bewohner dürfen die Städte nicht verlassen, die meisten Geschäfte und Restaurants dort sind geschlossen.

Absagen in der Serie A

Der Ausbruch des Virus betrifft auch den Sport: Fünf Fußballpartien der Serie A dieses Wochenende wurden auf den 13. Mai verschoben. Darunter ist die Spitzenbegegnung zwischen dem bisherigen Tabellenführer und Meister Juventus Turin und dem aktuell Drittplatzierten Inter Mailand, die ursprünglich am heutigen Sonntagabend stattfinden sollte. Das teilte die Liga am Samstag mit. Dieses und weitere Spiele sollten wegen des Coronavirus-Ausbruchs zunächst ohne Zuschauer stattfinden.

Derweil ist der vierte Drittliga-Fußballer positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Spieler befinde sich in häuslicher Quarantäne und unter Beobachtung der Behörden, teilte der betroffene Club US Pianese am Samstag mit. Zuvor hatten sich bereits drei weitere Spieler und ein Klub-Mitarbeiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Offen ist bislang auch, ob Radrennen wie geplant stattfinden können. Das Organisationsteam, das am kommenden Wochenende den Frühjahrsklassiker Stade Bianche ausrichten will, sitzt derzeit im Hotel in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest. Dort war die UAE Tour wegen zweier Corona-Fälle im Teilnehmerfeld abgebrochen worden. Auch das für den 21. März angesetzte Rennen Mailand - San Remo könnte ausfallen, weil ein weiter Teil der Strecke durch die am meisten vom Virus betroffenen Gebiete führt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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