Panorama

Spahn optimistisch für Juli Jeder dritte Deutsche erstgeimpft

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Bis Juli sollen alle, die wollen, eine erste Impfspritze bekommen haben.

(Foto: imago images/Fotostand)

Deutschlands Impfkampagne kommt voran: Laut Gesundheitsminister Jens Spahn ist inzwischen jeder Dritte erstgeimpft. Wenn im Juni die Priorisierung fällt, dürfte es ihm zufolge aber noch bis in den Juli hinein dauern, bis jeder Impfwillige eine erste Spritze bekommen hat.

In Deutschland ist rund ein Drittel der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft. Insgesamt haben laut Robert-Koch-Institut zu Wochenbeginn 557.612 Menschen eine Corona-Impfung erhalten - rund 110.000 mehr als am Montag vergangener Woche. Während 381.100 die erste Spritze bekamen, war es für 176.512 bereits die zweite. Damit liegt die Impfquote deutschlandweit nun bei 33,3 Prozent. Rund jeder Zehnte (9,6 Prozent) ist inzwischen vollständig immunisiert.

Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Deutschlandfunk sagte, sind bei Menschen über 60 inzwischen bereits zwei Drittel geimpft. Damit blieben noch etwa fünf bis sechs Millionen Menschen in dieser Altersgruppe, die in den kommenden Wochen geimpft werden könnten.

Die Bevölkerungsgruppen, für die eine Priorität gilt, könnten bis Ende Mai oder Anfang Juni geimpft sein. Spahn bekräftigte die Absicht, die Priorisierung für die Impfstoffe im Juni aufzuheben. "Wir können aber nicht alle an den ersten drei Tagen impfen, es wird schon auch bis in den Juli hineingehen", sagte der Gesundheitsminister weiter.

Spahn rechtfertigte die Aufhebung der Priorisierung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson. Jeder Impfstoff, der verfügbar sei, solle schnell eingesetzt werden, so der Minister. Ältere Menschen und Risikogruppen würden aber weiterhin bevorzugt geimpft. Derzeit gebe es die größte Menge an Impfstoffen von Biontech/Pfizer und von Moderna.

Von Johnson & Johnson würden im Juni und Juli größere Mengen erwartet. Deshalb sei die Aufhebung der Impfpriorisierung für dieses Vakzin ein Schritt für die Zukunft. Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Impfstoff ähnlich wie den von Astrazeneca grundsätzlich nur für über 60-Jährige, auch jüngere Menschen können sich aber nach eingehender Beratung impfen lassen.

Quelle: ntv.de, jug/AFP

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