Panorama

Debatte um Rassismus in den USA John-Wayne-Flughafen soll umgetauft werden

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John Wayne war für seine konservativen politischen Einstellungen bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hollywood-Star, Western-Legende - und ein Rassist? John Wayne sagte einst in einem Interview, dass Weiße Schwarzen überlegen seien. Nun fordern die US-Demokraten, den nach ihm benannten Flughafen umzutaufen.

Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA wollen die Demokraten im Orange County in Kalifornien einen nach Western-Legende John Wayne benannten Flughafen umbenennen. Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen ("white supremacy") glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN berichtete.

Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks nun entscheiden muss, soll der rund 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Flughafen einfach Orange County Airport heißen. US-Präsident Donald Trump ist gegen die Umbenennung und sprach bei Twitter von einer "unglaublichen Dummheit".

Oscar-Preisträger John Wayne ("Der Marshall") personifizierte als Schauspieler die traditionellen Wertvorstellungen der US-Pionierzeit und war für seine konservativen politischen Positionen bekannt. Der Orange County gab dem schon 1923 eröffneten Flughafen gleich nach dem Tod Waynes den Namen des Schaupsielers.

1982 wurde auch eine 2,70 Meter hohe Statue John Waynes errichtet. Dessen Sohn Ethan Wayne hatte CNN zufolge im vorigen Jahr gesagt, die Zitate seines Vaters würden aus dem Kontext gerissen.

Quelle: ntv.de, hny/dpa