Seit einer Woche vermisstJunge Mutter könnte getötet worden sein

Zunächst schien es nur, als ginge eine 22-Jährige gerade nicht ans Telefon. Doch inzwischen ist die junge Frau seit einer Woche spurlos verschwunden. Die Ermittler vermuten ein Verbrechen, auch eine Festnahme gibt es bereits.
Die Polizei in Baden-Württemberg geht in einem rätselhaften Vermisstenfall inzwischen von einem Verbrechen aus. Seit fast einer Woche ist die 22-jährige Katharina Kleinschmidt aus Backnang-Strümpfelbach in der Nähe von Ludwigsburg verschwunden. Seit dem Abend des 8. November ist sie nicht mehr zu erreichen.
Verwandte wollten nach ihr sehen, trafen die junge Mutter aber in ihrer Wohnung nicht an. Es fehlten dort auch keine persönlichen Gegenstände, dennoch blieb sie unauffindbar. Daraufhin meldeten sie die Frau bei der Polizei als vermisst.
Gleichzeitig posteten Angehörige und Freunde der jungen Frau in den sozialen Netzwerken der jungen Mutter Suchmeldungen. "Wir machen uns große Sorgen", heißt es darin. Die 22-Jährige ist etwa 1,70 Meter groß, schlank, blauäugig und hat blonde, glatte, achsellange Haare. Auf ihrer Brust trägt sie eine Tätowierung in Form eines schwarzen schattierten Kussmundes.
Polizei hofft auf Hinweise
Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe gebildet und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Sie fragt unter anderem, wo und wann sie nach dem Mittwochabend das letzte Mal gesehen wurde oder ob jemand mit ihr in Kontakt gestanden hat. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07151-9500 entgegen genommen.
Mittlerweile vermuten die Ermittler jedoch offenbar, dass Kleinschmidt einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Ein 24-Jähriger aus dem Umfeld der Familie wurde festgenommen und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. "Der Haftbefehl wurde wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt erlassen", sagte ein Polizeisprecher. „Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse gehen wir davon aus, dass der 24 Jahre alte Mann die Frau getötet hat“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Mann um den Ex-Partner der 22-Jährigen handeln, mit dem sie zwei Kinder hat. Die Polizei wollte dies zunächst nicht bestätigen. Trotz der Festnahme gebe es noch keine Gewissheit über den Tod der Frau, weshalb die Fahndung nach ihr weiterläuft.