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Pornoring in Südkorea aufgedeckt Kameras filmen Hotelgäste beim Sex

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In 30 verschiedenen Hotels wurden heimlich Kameras installiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Südkorea sorgt ein Voyeurismus-Skandal für Aufsehen. Vier Männer sollen Hunderte Hotelgäste beim Sex gefilmt haben. Laut einem Bericht wurden die Videos dabei live online gezeigt. Es ist nicht der erste Skandal dieser Art.

In Südkorea hat die Polizei zwei Männer verhaftet, die heimlich mehr als 1600 Hotelgäste beim Sex gefilmt haben sollen; gegen zwei weitere wird ermittelt. Das Material haben sie dazu live als Pornos online gestellt, schreibt die britische Zeitung "Guardian".

Die beiden Verdächtigen sollen demnach Kameras in 42 Zimmern in 30 Hotels in zehn verschiedenen Städten in Südkorea versteckt haben. Die Aufnahmen wurden zwischen November 2018 und Anfang März 2019 gemacht, wie verschiedene Medien berichten.

Demnach haben die Verdächtigen Mini-Kameras mit Ein-Millimeter-Linsen in Föhn-Halterungen und Steckdosen eingebaut. Mehr als 800 illegal gefilmte Videos wurden live auf ausländischen Servern gezeigt. Nach Angaben der Polizei wussten die Hotels in keinem der Fälle von den Kameras.

Heimliches Filmen weit verbreitet

Die Aufnahmen aus den Kameras wurden dann rund um die Uhr live ins Internet übertragen. Eine von den Verdächtigen eingerichtete Porno-Website hatte rund 4000 Abonnenten. Zusätzlich konnten Nutzer eine monatliche Gebühr von umgerechnet 40 Euro für die Website zahlen, um bearbeitete Aufnahmen der "Highlights" sehen zu können.

Dies ist nicht der einzige Voyeurismus-Skandal des Landes. Südkorea kämpft seit Jahren mit einer "Molka"-Epidemie - Frauen werden auf öffentlichen Toiletten, Umkleideräumen und ihrem Zuhause ohne ihr Wissen gefilmt und das Material online gestellt. 2017 wurden in Südkorea mehr als 5400 Verdächtige wegen solcher "Molka" festgenommen. Weniger als zwei Prozent der Täter wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP

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