Panorama

Corona-Hilfen erschlichen? Kanadische Behörden-Konten gehackt

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Die Täter haben die erbeuteten Zugangsdaten benutzt - wofür genau, können die Ermittler noch nicht sagen.

(Foto: dpa)

Die Passwörter von Tausenden kanadischen Beamten liegen nun in den Händen von Hackern. Die konnten so auf Konten der Steuerbehörde zugreifen. Einige Kanadier merkten schon Anfang des Monats dort seltsame Vorgänge. Wie groß der Schaden ist, wird noch untersucht.

Hacker haben sich in Kanada Zugang zu Tausenden Nutzerkonten von Regierungsbehörden verschafft. Die Passwörter und Nutzernamen von mehr als 9000 Nutzern des sogenannten GCKey-Dienstes, der von etwa 30 Bundesbehörden und der kanadischen Steuerbehörde genutzt wird, seien erbeutet und genutzt worden, um Zugang zu Regierungsdiensten zu bekommen, teilte die staatliche Finanzbehörde am Samstag (Ortszeit) mit. Zudem seien rund 5500 Nutzerkonten der Steuerbehörde angegriffen worden.

Alle betroffenen GCKey-Konten wurden demnach geschlossen, auch der Zugang zu den betroffenen Nutzerkonten bei der Steuerbehörde sei gesperrt worden, um die Daten von Steuerzahlern zu schützen, hieß es weiter. Polizei und Regierung leiteten eine Untersuchung ein, um herauszufinden, ob bei dem Angriff sensible Informationen erbeutet worden waren.

Nach Berichten des staatlichen Senders CBC hatten mehrere Kanadier schon Anfang August bemerkt, dass ihre Konten bei der Steuerbehörde verändert worden waren. So sollen etwa Corona-Hilfen beantragt worden sein.

Quelle: ntv.de, hul/AFP