Panorama

Im Familienkreis beigesetzt Kim Wall findet letzte Ruhe

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Wall starb kurz nach ihrem 30. Geburtstag.

(Foto: Facebook/Kim Wall Memorial Fund - Tom Wall)

Vor fast einem Jahr wird Kim Wall von ihrem Interviewpartner Peter Madsen ermordet. Ihre Leichenteile wirft er in die Ostsee. Nun wird die junge Journalistin in der Nähe ihres Elternhauses beerdigt.

Fast ein Jahr nach ihrem spektakulären Tod ist die in einem U-Boot ermordete schwedische Journalistin Kim Wall beigesetzt worden. Die Zeremonie habe bereits am Freitag in der Nähe des Elternhauses in Trelleborg stattgefunden und sei rein privat gewesen, sagte die Mutter der 30-Jährigen der dänischen Zeitung "BT".

Auf Facebook veröffentlichte sie zudem ein Foto der Feier unter freiem Himmel. Die Familie hatte auch den Leiter der Kopenhagener Mordkommission eingeladen, der während der Ermittlungen in dem grausamen Fall im vergangenen Sommer einen engen Kontakt zu Walls Eltern aufgebaut hatte. Walls Familie hatte zu Ehren der jungen Frau ein Stipendium für junge Journalistinnen eingerichtet.

Der dänische Erfinder Peter Madsen hatte die Journalistin im vergangenen August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes "Nautilus" ermordet. Zuvor hatte er sie nach Überzeugung der Ermittler brutal gefoltert. Die Journalistin hatte sich mit ihm dort zu einem Interview getroffen. Ihre Leichenteile wurden später in der Ostsee gefunden.

Erinnerung in Washington

Wie Wall letztlich starb, können Rechtsmediziner nicht mehr sagen. Womöglich schnitt Madsen ihr den Kopf ab. Er hatte zuvor echte Videos von Hinrichtungen und Enthauptungen gesehen. Zeugen sagten aus, er sei vom Tod fasziniert gewesen und habe vom perfekten Verbrechen geträumt.

Madsen wurde deshalb zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt, der Höchststrafe im dänischen Rechtssystem. Gegen die lange Haftstrafe will Madsen in einer Berufungsverhandlung im Herbst vorgehen, den Schuldspruch an sich jedoch nicht anfechten.

Erst am Montag wurde Wall im Museum für Pressegeschichte geehrt, als eine von 18 Journalisten, die bei der Ausübung ihrer Arbeit ums Leben kamen.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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