Panorama

US-Behörden geben Hinweis Kinder in Vorpommern sexuell missbraucht?

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Die Ermittler in Vorpommern bekamen einen Tipp aus den USA.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Männer aus Mecklenburg-Vorpommern stehen im Verdacht, Jungen sexuell missbraucht und kinderpornografisches Material ins Netz gestellt zu haben. Zwei Opfer sollen geistig behindert sein. US-Behörden kamen einem der Täter im Internet auf die Spur.

Wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind in Mecklenburg-Vorpommern zwei Männer in Untersuchungshaft gekommen. Ein 35-Jähriger steht im Verdacht, einen zehn Jahre alten Jungen über einen längeren Zeitraum missbraucht zu haben, wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte. Er soll seine Taten gefilmt haben. Gegen den Mann wird auch wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften ermittelt. Ein 33-jähriger Mann soll zwei geistig behinderte Jungen missbraucht haben.

Die 12 und 13 Jahre alten Kinder lebten in einer Behinderteneinrichtung im selben Dorf wie der Tatverdächtige. Ob weitere Kinder betroffen sind, wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stralsund noch zu ermitteln sein. Dem 35-Jährigen kamen die Ermittler nach einem Hinweis von US-Behörden auf die Spur. Diese hatten einschlägiges Material im Internet entdeckt und über den Fachbereich Kinderpornografie des Bundeskriminalamts an die Anklamer Ermittler übergeben.

Im Sommer 2019 stellten Kriminalbeamte bei einer Wohnungsdurchsuchung wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Schriften Datenträger sicher. Die Auswerter der Datenträger in München teilten den Ermittlern in Anklam den Verdacht mit, dass der Beschuldigte selbst ein Kind schwer sexuell missbrauchen könnte und davon eigene Aufnahmen herstellte.

Die beiden behinderten Kinder sollen von dem 33-Jährigen in dessen Wohnung missbraucht worden sein. Er soll sie vergewaltigt haben. Die Vorfälle wurden entdeckt, weil den Betreuern das veränderte Verhalten eines der Jungen auffiel. Der 33-Jährige ist den Angaben zufolge bereits elf Mal wegen Vermögens- und Gewaltdelikten zu Geld- und Freiheitsstrafen verurteilt worden, jedoch nicht wegen Sexualdelikten.
Zwischen beiden Fällen gibt es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verbindung.

Quelle: ntv.de, can/dpa