Brandsatz in Erkrath gefunden"Kommando Angry Birds" scheiterte mit Anschlag auf Umspannwerk

Gerade erst werden Teile Berlins von einem durch einen Kabelbrand ausgelösten Stromausfall geplagt, da entdecken Polizisten einen weiteren Brandsatz. Dieses Mal an einem Umspannwerk in NRW. Doch gezündet hat der Plan nicht.
Unbekannte haben auf ein Umspannwerk in Erkrath bei Düsseldorf einen Anschlag verübt, der aber fehlgeschlagen ist. Auf der Plattform Indymedia habe die Gruppe "Kommando Angry Birds" den Anschlag für sich reklamiert, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. Es handele sich um einen Sabotageakt auf die kritische Infrastruktur.
Erst durch das am Montag eingestellte Bekennerschreiben seien die Behörden auf den fehlgeschlagenen Anschlag aufmerksam geworden. Als die Polizei das Umspannwerk vor Ort kontrollierte, stellte sie fest, dass dort tatsächlich ein Brandsatz deponiert worden war.
Aus dem Bekennerschreiben geht hervor, dass der Anschlag bereits vor einiger Zeit verübt worden sein dürfte, als es noch wärmer war. Man habe niemanden frieren lassen wollen, heißt es darin. Der Anschlag habe außerdem einem Industriegebiet gegolten.
Als Motiv wird in dem Bekennerschreiben die Belastung der Menschen durch Umweltgifte genannt. "Unsere Grenzen sind überschritten", heißt es. Die linksextremistische Gruppe "Kommando Angry Birds" hatte auch einen Anschlag auf die Bahnhauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg Ende Juli für sich reklamiert.
In Berlin hatte es vor einigen Tagen einen Anschlag auf das Stromnetz gegeben: Am frühen Samstagmorgen war nach einem mutmaßlich linksextremistisch motivierten Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in mehreren Vierteln im Südwesten der Stadt für mehrere Tage der Strom ausgefallen.