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Macron verkündet frohe Botschaft Krankheits-Fonds erhält Milliarden-Spende

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Gemeinsam gegen drei schwere Krankheiten: Sänger Bono und Präsident Macron.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit knapp 14 Milliarden Dollar soll das Leben von Millionen von Menschen gerettet werden. Auf einer Geberkonferenz sagen mehrere Länder diese Hilfen zu. Das Geld fließt in den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria.

Die USA, Deutschland und andere internationale Geldgeber haben im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria 14 Milliarden US-Dollar (rund 12,7 Milliarden Euro) für die kommenden drei Jahre zugesagt. Das bestätigte der Globale Fonds zur Bekämpfung dieser drei Krankheiten in Lyon nach Abschuss einer zweitägigen Geberkonferenz. Es gebe nun die nötigen Mittel, um rund 16 Millionen Menschenleben zu retten.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte als Gastgeber des Treffens mit rund 700 Teilnehmern den Milliarden-Betrag bereits im September in Aussicht gestellt. Er sprach davon, dass 13,92 Milliarden Dollar zusammengekommen seien. Es solle nun noch weitere Beiträge geben. "Ich kann Ihnen heute korrekt sagen, dass wir die 14 Milliarden erreichen werden", sagte er zum Abschluss. Eine Sprecherin des Fonds bestätigte, dass die 14 Milliarden bereits erreicht seien. Diese Zielmarke war von Nicht-Regierungsorganisationen als das absolut nötige Minimum bezeichnet worden. 2016 hatte eine Geberkonferenz in Montreal annähernd 13 Milliarden Dollar zusammenbekommen.

Größter Geber sind mit Abstand die USA mit einem Anteil von rund einem Drittel. Der US-Kongress habe einen Beitrag von 4,68 Milliarden US-Dollar zugesagt, berichtete der Globale Fonds. Deutschland bestätigte die Zusage von Kanzlerin Angela Merkel von einer Milliarde Euro für die kommenden drei Jahre. Damit ist Deutschland nach Regierungsangaben viertgrößter Geber des Globalen Fonds.

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Auf der Bühne trat Frankreichs Präsident Macron mit Amanda Dushime auf, einer Goodwill-Botschafterin der Organisation Grandir Ensemble.

(Foto: picture alliance/dpa)

Entwicklungsminister Gerd Müller von der CSU teilte in Berlin mit, in den Ländern, in denen der Globale Fonds arbeite, habe sich die Zahl der jährlichen Todesfälle durch diese Krankheiten um ein Drittel reduziert. Es bleibe aber noch viel zu tun - nach wie vor gebe es jedes Jahr 1,7 Millionen HIV-Neuinfektionen. Junge Frauen und Mädchen seien am stärksten betroffen. Wenn eine HIV-Infektion nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, entwickelt sich die Immunschwächekrankheit Aids. Der Globale Fonds war 2002 auf Initiative der G8-Gruppe der großen Industriestaaten und des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet worden. Seit Gründung wurden nach Fonds-Angaben 32 Millionen Menschenleben gerettet.

U2-Sänger Bono lobt Geberländer

Die Entwicklungsorganisation One begrüßte das Ergebnis der Konferenz in Lyon. "Die heutigen Finanzzusagen werden entscheidend dafür sein, die drei Krankheiten bis 2030 auszurotten." Mehrere Geber, darunter Deutschland, Frankreich, die USA, Großbritannien, Italien und die EU hätten ihre Zusagen um mindestens 15 Prozent erhöht. Der U2-Sänger Bono, der am Ende neben Macron auf der Bühne stand, erklärte laut One: "Angeführt von Frankreichs Präsident Macron haben die Menschen hier und heute entschieden, den größten aller Kämpfe zu gewinnen und die größten Killer zu besiegen, die die Menschheit jemals erlebt hat. Ich nenne das historisch."

Macron war bei dem Treffen hinter den Kulissen aktiv, um noch mehr Zusagen zu erhalten. Auf der Bühne trat er am Morgen mit der 18-jährigen Amanda Dushime auf, einer Goodwill-Botschafterin der Organisation Grandir Ensemble. "Die kommenden drei bis fünf Jahre werden zeigen, ob wir gewinnen oder nicht", sagte er mit Blick auf die Krankheiten. Er stockte nach eigenen Angaben den französischen Beitrag in letzter Minute noch einmal auf, um die Zielmarke zu erreichen. Auch der US-Milliardär Bill Gates habe noch einmal draufgelegt, so Macron.

Quelle: n-tv.de, ibu/dpa

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