Während der Fahrt aufgelauertKriminalreporter im WM-Gastgeberland Mexiko erschossen

Er bekam wiederholt Drohungen wegen seiner Berichterstattung, jetzt ist er tot: Der Journalist Luis Ángel López Valdez wurde im mexikanischen Bundesstaat Veracruz erschossen - obwohl örtliche Behörden Schutzmaßnahmen getroffen haben sollen. Er ist offenbar kein Einzelfall.
Im WM-Gastgeberland Mexiko ist nach Zeitungsangaben ein Journalist nach mehreren Drohungen gegen ihn erschossen worden. Bewaffnete hätten dem Kriminalreporter Luis Ángel López Valdez am frühen Donnerstag während der Fahrt aufgelauert, erklärte die Zeitung "Vanguardia", für die er tätig gewesen war. Die Tat habe sich in Poza Rica ereignet, einer Stadt im östlichen Bundesstaat Veracruz, in der es eine hohe Drogenkriminalitätsrate gibt.
Nach Angaben der Zeitung hatte der Journalist wiederholt Drohungen wegen seiner Berichterstattung erhalten. Örtliche Behörden hätten Schutzmaßnahmen für ihn getroffen.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) wies auf X darauf hin, dass der Journalist am Tag der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft in der Hauptstadt Mexiko-Stadt ermordet worden sei. Die Organisation forderte eine Untersuchung des Vorfalls und einen stärkeren Schutz für Medien. Laut RSF ist der zweite Journalist, der in weniger als sechs Monaten in Poza Rica getötet wurde. Der Organisation zufolge ist Mexiko eines der gefährlichsten Länder der Welt für Journalisten. Demnach wurden seit 1994 mehr als 150 Journalisten in Mexiko getötet.
Mexiko richtet die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte gemeinsam mit den USA und Kanada aus. Am Donnerstag hatte die WM mit einer Eröffnungsfeier und dem Anpfiff der ersten Partie in Mexiko-Stadt begonnen.