Panorama

Tiefstwert in der KaribikKuba erlebt erstmals null Grad

03.02.2026, 20:39 Uhr
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Die Hauptstadt Havanna bleibt vom Frost verschont. (Foto: REUTERS)

Bei Kuba denkt man an tropische Wärme, Palmen und viel Sonne. Doch derzeit erlebt die Insel einen Kälteschock - zumindest für karibische Verhältnisse. Eine Wetterstation meldet einen negativen Temperaturrekord.

Historischer Temperatursturz in der Karibik: In Kuba sind die Temperaturen erstmals in der Geschichte des Landes auf null Grad abgesackt. Eine Wetterstation in der Provinz Matanzas im Norden der tropischen Insel habe einen Wert um den Gefrierpunkt von null Grad aufgezeichnet, teilte der Wetterdienst Insmet bei Facebook mit. Es sei die niedrigste jemals gemessene Temperatur in dem sonnenverwöhnten Karibikstaat.

Das Wetterzentrum von Matanzas meldete sogar mit Frost überzogene Felder - angesichts der sonst vorherrschenden Hitze in Kuba ein sehr ungewöhnliches Phänomen. Der letzte Niedrigrekord von 0,6 Grad war 1996 gemessen worden.

Insmet zufolge war der jetzige Temperatursturz auf eine heftige Kaltfront zurückzuführen, in deren Zuge Polarluftmassen aus dem Norden des amerikanischen Kontinents auch in die Karibik strömten.

Weiter niedrige Temperaturen in den USA

In den USA sind derzeit zahlreiche Bundesstaaten von einer ungewöhnlichen Kältewelle betroffen. Schnee und Eiseskälte trafen diesmal auch Staaten, in denen sonst deutlich mildere Winter üblich sind, darunter North Carolina und Georgia. Im eigentlichen Sonnenstaat Florida ließ die Kälte sogar Leguane von den Bäumen stürzen. Die Tiere sind wechselwarm, ihre Körpertemperatur schwankt mit der Umgebungstemperatur. Bei großer Kälte erstarren Leguane.

Erst am Dienstag hatte das berühmte Murmeltier Punxsutawney Phil am "Murmeltiertag" seinen Schatten gesehen. Nach der traditionellen Deutung bedeutet das: Sechs weitere Wochen Winter stehen bevor. Wie jedes Jahr versammelten sich am 2. Februar in den frühen Morgenstunden Tausende Schaulustige in der Kleinstadt Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania, um der Wetterprognose des Nagetiers beizuwohnen.

Wetterdienste rechnen in vielen Teilen der USA, insbesondere im Nordosten und an der Ostküste, in den kommenden Tagen nach zwei kurz aufeinanderfolgenden schweren Winterstürmen weiter mit ungewöhnlich niedrigen Temperaturen.

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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