Panorama
Bisher wurden die Stecknadeln in Brot- und Salamipackungen gefunden.
Bisher wurden die Stecknadeln in Brot- und Salamipackungen gefunden.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 01. Januar 2018

Dieses Mal in der Salami: Kunden finden Stecknadeln in Lebensmitteln

Zum fünften Mal in kurzer Zeit finden Kunden eines Offenburger Supermarktes mit Stecknadeln präparierte Lebensmittel bei sich zu Hause. Der Fall wirft viele Fragen auf. Details zu den Ermittlungen verrät die Polizei allerdings nicht.

Nach drei Funden von Stecknadeln in Backwaren in einem Offenburger Supermarkt sind zwei weitere präparierte Lebensmittel entdeckt worden. Verletzt wurde nach Angaben von Landratsamt und Polizei niemand. Am Sonntag habe ein Mann eine Nadel in einer am 16. Dezember gekauften Toastbrot-Packung gefunden. Am Vortag habe sich zudem eine Frau bei der Polizei gemeldet, die zwei Stecknadeln aus einem Salami-Snack gezogen hatte.

Insgesamt wurden bisher fünf derartige Fälle gemeldet. Alle Produkte waren in demselben Markt in Baden-Württemberg gekauft worden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben bisher keine heiße Spur, wer die Lebensmittel mit den Nadeln versehen haben könnte. Details zu den Ermittlungen wollte ein Sprecher nicht verraten, etwa ob Überwachungskameras weiterhelfen könnten. Der betroffene Kaufland-Markt hatte nach dem dritten Fund die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft. "Die betroffene Ware wurde umgehend aus den Regalen entfernt", teilte das Unternehmen mit. Außerdem sollte neue Ware weiterhin einer Sichtkontrolle unterzogen werden, bevor sie in ein Regal kommt.

Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Im vergangenen September hatte ein Supermarkt-Erpresser bundesweit für Aufsehen gesorgt, als er mit dem Giftstoff Ethylenglykol versetzte Babynahrung in Supermärkten in Friedrichshafen am Bodensee platzierte. Der Mann drohte gar, 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, wenn er nicht eine zweistellige Millionensumme von Handelsunternehmen erhält. Später wurde der 53-Jährige im Raum Tübingen festgenommen. Er hat inzwischen zugegeben, das Gift in die Gläschen gemischt und diese in die Läden gestellt zu haben.

Quelle: n-tv.de