Panorama

Nach Seebeben in Ägäis Lesbos von kleinem Tsunami getroffen

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Schäden durch das Erdbeben auf Lesbos.

(Foto: imago/Xinhua)

Das Beben in der Ägäis trifft die griechische Insel Lesbos am schlimmsten: Eine Frau kommt ums Leben, es gibt Verletzte und ein Dorf wird fast ganz zerstört. Nun wird bekannt: Nachdem die Erde gewackelt hat, erreichte ein Tsunami die Insel.

Das Seebeben in der Ägäis hat am Montag einen kleinen Tsunami ausgelöst. Zu größeren Schäden kam es dadurch aber nicht. In einem Video, das Bewohner der Region nach dem Seebeben drehten, ist zu sehen, wie sich das Meerwasser aus dem Hafen von Plomari auf der Insel Lesbos zurückzieht. Das Video wurde an diesem Dienstag auf dem Nachrichtenportal von Plomari gezeigt. Bei der Rückkehr des Wassers treiben einige Fischerboote im Hafen. Fischer versuchen, ein großes Boot wieder festzumachen.

Schließlich gelingt es dem Kapitän, an Bord zu gehen und rasch den Hafen zu verlassen. Tsunamis werden gefährlich, wenn man in der Nähe der Küste ist. Im offenen Meer wird die Flutwelle nur als eine größere Welle bemerkbar.

In Folge des Bebens kam eine Frau auf Lesbos ums Leben. Elf Menschen wurden verletzt. Das Dorf Vrisa nahe Plomari mit rund 700 Einwohnern wurde größtenteils zerstört. Die Einwohner wurden in Zelten untergebracht oder mussten die Nacht im Freien verbringen, wie das Staatsfernsehen ERT berichtete.

Die Seismologen warnten nun vor Nachbeben. Deswegen sollten die Einwohner, deren Häuser beschädigt sind, nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Es bestehe große Verletzungsgefahr. Beim kleinsten Nachbeben könnten beschädigte Häuser einstürzen, hieß es. Aus Sicherheitsgründen blieben alle Schulen von Lesbos geschlossen. Alle Gebäude in den betroffenen Regionen der Insel müssten von Ingenieuren geprüft werden, teilten die Behörden mit. In den anderen Regionen von Lesbos gibt es nur geringe Schäden. Touristen wurden nicht verletzt. Die Hotels weisen keine Schäden auf, teilte der Präsident der Hoteliers von Lesbos, Periklis Antoniou mit.

Nach Angaben des Erdbeben-Monitors des Helmholtz-Zentrums in Potsdam hatte das Beben am Montag eine Stärke von 6,4. Griechische Seismologen berechneten die Stärke des Seebebens mit 6,1. Das Zentrum des Bebens lag etwa zehn Kilometer unter dem Meeresboden zwischen der türkischen Ägäisküste und der griechischen Insel Lesbos.

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Quelle: ntv.de, hul/dpa