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Drei Angeklagte machen weiter Loveparade-Prozesse teilweise vor dem Ende

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Die Duisburger Gedenkstätte für die Loveparade-Opfer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für sieben der zehn Angeklagten ist der Loveparade-Prozess bald zu Ende. Sie stimmen einer Einstellung des Verfahrens zu. Die drei übrigen wollen aber eine Fortsetzung des Verfahrens.

Im Strafprozess um die Loveparade-Tragödie mit 21 Toten hat die Staatsanwaltschaft dem Vorschlag des Gerichts zur Einstellung des Verfahrens zugestimmt. Die Anklagebehörde halte den Vorschlag "rechtlich in der Sache für vertretbar und letztlich sachgerecht", sagte Oberstaatsanwalt Uwe Mühlhoff im Prozess. Sieben von zehn Angeklagten stimmten dem Vorschlag des Gerichts zur Einstellung des Verfahrens zu. Die Beschuldigten, die nicht mit Geldauflagen belegt werden sollen, äußerten dies im Prozess. Drei Beschuldigte, denen Geldauflagen drohen, stimmten hingegen nicht zu. Frühestens am Mittwoch kann das Gericht nun die einzelnen Verfahren vom Prozess abtrennen und einstellen.

Das Landgericht Duisburg hatte Mitte Januar vorgeschlagen, das Verfahren gegen sieben Angeklagte ohne, gegen drei Angeklagte mit Auflagen einzustellen. Als Auflage nannte die Staatsanwaltschaft die Zahlung einer angemessenen Geldauflage, "die in einer Größenordnung von jeweils etwa 10.000 Euro liegen" solle.

Bei den drei Angeklagten, die eine Auflage erhalten sollen, handelt es sich um drei Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent. Einer von ihnen hatte vergangene Woche erklärt, dass er einer Einstellung in keinem Fall zustimmen wolle und eine Fortsetzung des Prozesses wünsche. Bei den übrigen sieben Angeklagten handelt es sich um die sechs angeklagten Mitarbeiter der Stadt Duisburg sowie einen Mitarbeiter des Veranstalters.

Der Prozess hatte im Dezember 2017 begonnen. Den Angeklagten war unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen worden. Bei der Loveparade im Juli 2010 in Duisburg waren in einem Gedränge 21 junge Menschen zu Tode gedrückt und mehr als 650 verletzt worden.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP/dpa

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