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Größter Waldbrand seit Wende Luftwaffe kämpft gegen Feuer in Brandenburg

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150 Feuerwehrleute versuchen, den Waldbrand bei Jüterbog zu löschen.

(Foto: dpa)

Zu Beginn der Woche brechen in Brandenburg mehrere Waldbrände aus. Während einer von ihnen inzwischen gelöscht ist, brennt der Wald bei Jüterbog, 80 Kilometer südlich von Berlin, weiter - und die Flammen breiten sich weiter aus. Munitionsreste erschweren die Löscharbeiten.

Der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg hat sich ausgebreitet. Mittlerweile brenne es auf einer Fläche von mehr 800 Hektar, teilte die Stadt mit. Am Mittwochabend hatte die betroffene Fläche noch 600 Hektar betragen. Nach Einschätzung des Umweltministeriums ist es das größte Feuer in Brandenburg seit der Wende. "Größere Brände gab es nur in den 70er-Jahren", sagt der Referatsleiter Wald und Forstwirtschaft im Ministerium, Carsten Leßner.

Seit dem Morgen unterstützt die Luftwaffe die Löscharbeiten mit einem CH53-Hubschrauber. Sie hilft eigenen Aussagen zufolge dabei, die Flammen auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände südwestlich von Berlin unter Kontrolle zu bringen. Der Hubschrauber trage den Löschbehälter "Smokey", aus dem 5000 Liter Wasser abgelassen werden könnten.

Am Mittwoch waren laut der Regionalleitstelle der Feuerwehr Brandenburg bereits 120 Feuerwehrleute vor Ort. Zudem waren zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei über dem Waldgebiet im Einsatz. Laut "Berliner Morgenpost" wurden die Feuerwehrleute am heutigen Donnerstag auf 150 aufgestockt.

Brandgeruch zieht bis Berlin

Denn der Brand konnte in der Nacht zwar unter Kontrolle gebracht, jedoch weiterhin nicht gelöscht werden. Grund dafür ist unter anderem, dass sich das Brandgebiet auf einem früheren Truppenübungsplatz befindet, auf dem viele Munitionsreste vermutet werden. Der Brandgeruch war selbst im rund 80 Kilometer entfernten Berlin wahrnehmbar. Für Orte in der Nähe der Waldbrände im Landkreis Teltow-Fläming besteht nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit keine akute Gefahr.

Einen weiteren Waldbrand in der Nähe des rund 30 Kilometer von Jüterbog entfernten Hennickendorfs konnte die Feuerwehr in der Nacht löschen. Dort hatten zuvor 60 Hektar Wald gebrannt.

Bis die für den Nachmittag erwarteten Niederschläge einsetzen, bleibt die Waldbrandgefahr in Brandenburg vor allem östlich von Berlin hoch. Laut n-tv Meteorologe Björn Alexander liegt sie derzeit zwischen Stufe vier und fünf von fünf.

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Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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