Rassistische Tat in ManchesterMänner attackieren Imam von hinten

Auf dem Weg in seine Gemeinde wird ein Imam nahe Manchester wüst beschimpft. Die Angreifer belassen es aber nicht bei der verbalen Attacke, sondern stechen den Mann nieder.
Ein britischer Imam ist vor einer Moschee von zwei Männern hinterrücks niedergestochen worden. Die Tat ereignete sich laut Polizei am Sonntagabend als der 58-Jährige das Gebäude des islamischen Zentrums in Altrincham betreten wollte. Die Täter sollen ihn mit islamfeindlichen Parolen wüst beschimpft haben, bevor sie von hinten zustachen.
Das Opfer wurde anschließend mit einer drei Zentimeter tiefen Stichwunde auf der Rückseite seines Halses ins Krankenhaus eingeliefert. Britischen Medienberichten zufolge, erlitt der Mann keine lebensgefährlichen Verletzungen. Der 58 Jahre alte Geistliche arbeitet neben seiner Tätigkeit als Imam hauptberuflich als orthopädischer Chirurg in zwei nahegelegenen Kliniken.
Die Polizei geht von Fremdenfeindlichkeit als Motiv aus und nahm zwei Männer im Alter von 32 und 54 Jahren fest. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.
"So etwas ist noch nie vorgekommen und der Vorfall spiegelt nicht den Geist unserer Gemeinde wider. Meiner Erfahrung nach sind die Beziehungen zur Umgebung sehr gut und es ist eine sichere Gegend. Wir sind alle schockiert", äußerte sich ein Gemeindesprecher nach der Tat. An die Gläubigen appellierte er, sich von der Tat nicht abschrecken zu lassen: "Eine zentrale Sache, die uns unsere Schrift lehrt ist, dem Bösen mit Güte zu begegnen".