Panorama

Pocho ist zu erfolgreich Mafia setzt Kopfgeld auf Drogenspürhund aus

In der italienischen Stadt Neapel sorgt sich die Mafia um ihre Drogengeschäfte. Der gefährliche Gegner ist bereits ausgemacht: Polizeispürhund Pocho. Denn der ist einfach zu erfolgreich. Deshalb soll der Vierbeiner sterben - der Killerauftrag ist bereits erteilt.

Die italienische Mafia wird gefährlich, sobald man ihr in die Quere kommt. Dass aber ausgerechnet ein kleiner Hund geschäftsschädigend für die Camorra sein würde, hätte sie wohl selbst nicht vermutet. Bis zu dem Tag, als der Polizeihund seine Karriere als Drogen-Erschnüffler begann. Denn der kleine Jack Russel erwies sich als Naturtalent und stört inzwischen empfindlich den Drogenhandel, weil er immer wieder große Mengen der illegalen Substanzen erschnüffelt.

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Pochos Top-Ausbeute waren 30 Kilogramm Kokain im Wert von mehreren Millionen Euro. Sein Hundeführer Sandro ist ziemlich stolz auf die Erfolge. So sagte er der Zeitung "Corriere del Mezzogiorno": "Für Pocho ist das alles ein Spiel. Jedes Mal, wenn er etwas gefunden hat, gibt es eine Streicheleinheit und ein Leckerli". Aber Sandro muss gut auf das Tier aufpassen.

Denn die Mafiosi wollen sich nicht länger ihre Geschäfte vermiesen lassen und haben Polizeihund Pocho ins Visier genommen. Und sie meinen es ernst. Die Kriminellen sollen tatsächlich 5000 Euro auf Pochos Tötung ausgesetzt haben, berichten italienische Medien. Ein echtes Kopfgeld - auf den Tod eines Hundes.

Doch bisher lässt sich das Tier auch nicht durch niederträchtige Fallen und Ablenkungsmanöver von seinem Auftrag abbringen. Nach Angaben von Südtirol News sollen die Drogenhändler immer wieder versucht haben, das Tier mit vergifteten Fleischbällchen, Rattengift oder mit Drogen versetztem Fleisch umzubringen.

Außerdem versuchten sie den Hund einfach abzulenken, indem sie in der Nähe der Drogenverstecke läufige Hündinnen positionierten. Aber das alles störte den Hund nicht. Und je länger Pocho aktiv ist, desto weniger Geld verdient die Mafia mit dem Drogenhandel.

Zur Polizei ist der Jack Russel eigentlich nur durch einen Zufall gekommen: In seinem früheren Leben war Pochos Herrchen ein Arzt, der ihn der Polizei spendete. Die erfolgreiche Schnüffelnase aus Neapel hat noch ein Jahr bis zu seiner Pension. Bis dahin muss sich Pocho allerdings weiter in Acht nehmen. Die Mafia hat weiter ein Auge auf ihn. Genau wie sein Polizeihundeführer Sandro.

Quelle: n-tv.de, sgu