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Polizei hat KontaktMann nimmt Frau in Berliner Supermarkt als Geisel

11.07.2026, 03:28 Uhr
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In einem Supermarkt im Berliner Süden bringt ein Mann am späten Abend eine Frau in seine Gewalt. Auch am Morgen ist die Geiselnahme noch nicht beendet. Die Hintergründe sind unklar.

In einem Supermarkt im Süden Berlins hält ein Mann seit dem späten Freitagabend eine Frau als Geisel. Kurz nach 22 Uhr hatte der Täter die Frau in dem Rewe-Markt im Stadtteil Marienfelde in seine Gewalt gebracht und bedroht, sagte ein Polizeisprecher. "Der Mann ist noch mit der Frau im Supermarkt, wir sind weiterhin vor Ort", hieß es von der Polizei am Samstagmorgen gegen 5.30 Uhr. Der Einsatz dauert weiter an. 

"Wir haben Kontakt zu dem Geiselnehmer, zu dem Mann", sagte der Polizeisprecher weiter. Es gebe Einsatzkräfte, die für solche Vorfälle entsprechend geschult seien, erklärte er. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt. Auch zum Zustand der Frau gibt es noch keine Informationen.

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Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt. (Foto: dpa)

Der Supermarkt ist laut einem Reporter großräumig abgesperrt. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) ist vor dem Gebäude positioniert. Zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr sind vor Ort. Am frühen Morgen stellten die Beamten eine Leiter ans Gebäude und verschafften sich einen Blick in den Markt, wie ein Reporter beobachtete.

Nach Informationen der "Bild" wurden die meisten Einsatzkräfte in den frühen Morgenstunden ausgetauscht. Kollegen der Geisel und Kunden seien in der Nacht von der Polizei in einem Mannschaftswagen als Zeugen befragt und am Morgen entlassen worden.

Mit Verweis auf Gespräche mit Anwohnern berichtet die "Bild"-Zeitung, der Marktleiter habe angegeben, eine Waffe gesehen zu haben. "Das sind Gerüchte, die wir nicht kommentieren", sagte ein Polizeisprecher. Ein Mitarbeiter des Rewe-Supermarkts in Berlin-Marienfelde hat indes geschildert, wie er die seit Stunden andauernde Geiselnahme am Freitagabend aus nächster Nähe miterlebt hat. Er habe die übrigen Kunden kurz vor der Schließung rausschicken wollen, als ein Mann ein Messer gezogen habe. "Das Messer war schon sehr groß", berichtet er. Er sei dann mit einer anderen Mitarbeiterin rausgelaufen und habe die Polizei gerufen. Bei der Geisel handelt es sich ihm zufolge um eine Kollegin.

Angestellte warten auf Neuigkeiten

Hinter der Absperrung, mit Blick auf den Markt, harrten einige Angestellte des Supermarkts aus. Sie hatten dünne Stoffdecken umgelegt, die ihnen der Rettungsdienst bereitgestellt hatte. Nach dpa-Informationen befanden sie sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Laden. Der Rewe-Markt hat freitags bis 22.00 Uhr geöffnet, die Geiselnahme dürfte sich also nach Ladenschluss ereignet haben.

Der Supermarkt befindet sich in der Hildburghauser Straße, an der Ecke zum Tirschenreuther Ring. In der Nacht waren die Straßen rund um den Tatort nahezu menschenleer. Nur vereinzelte Passanten waren unterwegs. Neben dem Supermarkt befindet sich eine Tankstelle.

Marienfelde liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand der Hauptstadt, weit entfernt vom Berliner Stadtgeschehen. Es ist eine ruhige Wohngegend, geprägt von Einfamilienhäusern und mehrstöckigen Wohnbauten. In der Gegend befinden sich mehrere Schulen und Kindertagesstätten.

Quelle: ntv.de, ino/mpe/dpa

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